Theateraufführung „Arsène Lupin – Das Collier der Königin“ durch Theaterverein Gemütlichkeit Kervenheim, Foto von Gerhard Seybert.
2. November 2026 · Kevelaer

Ein Abend voller Spannung und Theaterzauber

Theaterverein Gemütlichkeit Kervenheim begeistert mit „Arsène Lupin – Das Collier der Königin“

KERVENHEIM. Was für ein Auftakt: Am Freitagabend, 30. Oktober, hat der Theaterverein Gemütlichkeit Kervenheim mit der Gaunerkomödie „Arsène Lupin – Das Collier der Königin“ von Atre‘ju Diener eine rundum gelungene Premiere in der restlos ausverkauften ÖBS in Winnekendonk gefeiert.

Die Zuschauer erlebten einen Abend voller Spannung, überraschender Wendungen, überzeugender schauspielerischer Leistungen und besonderer Theatermomente. Minutenlanger Applaus und stehende Ovationen waren der verdiente Lohn für die monatelange Vorbereitung und die intensive Probenarbeit.

Doch der Premierenabend bot nicht nur erstklassige Unterhaltung, sondern auch einen Moment der Nächstenliebe: Insgesamt 418,50 Euro wurden zugunsten des WDR 2 Weihnachtswunders gespendet.

Zu Beginn begrüßte Spielleiterin Michaela Leisten im Namen des Theatervereins alle Gäste und bedankte sich bei Heinz Bömler von der Villa Mühle für die Leihgabe der Requisiten. Schon das liebevoll gestaltete Bühnenbild ließ erahnen, dass das Publikum eine besondere Vorstellung erwarten durfte. Im Mittelpunkt des Stücks steht der charmante und raffinierte Meisterdieb Arsène Lupin. Das geheimnisvolle Collier der Königin bildet den Ausgangspunkt für ein aufregendes Spiel aus List, Täuschung und überraschenden Wendungen.

Ausflug in unbekannte Gefilde

Mit „Arsène Lupin – Das Collier der Königin“ wagte sich die Gemütlichkeit auf neues Terrain. Während in den vergangenen Jahren häufig heitere Komödien auf dem Programm standen, bewies das Ensemble diesmal eindrucksvoll, dass es auch Spannung, Eleganz und geheimnisvolle Atmosphäre meisterhaft auf die Bühne bringen kann.

Georg Werner verkörperte die Hauptrolle des Arsène Lupin hervorragend. Mit großer Bühnenpräsenz, viel Charme und der passenden Portion Raffinesse verlieh er dem Meisterdieb eine überzeugende Persönlichkeit und zog die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich.

Gisela Franzen brachte mit viel Temperament den richtigen Schwung auf die Bühne. Besonders ihr treffsicher eingesetzter kölscher Dialekt verlieh ihrer Rolle eine besondere Note und sorgte für herrliche Momente.

Stefan Spittmann überzeugte als Inspektor Henry ebenfalls auf ganzer Linie. Seine ausdrucksstarke Darstellung verlieh den Ermittlungen die nötige Würze und fügte sich hervorragend in das spannende Geschehen ein.

Premiere für Nachwuchstalent

Ein ganz besonderes Highlight war der erste Auftritt des jungen Nachwuchsspielers Matthis Leisten. Als Barkeeper, Kofferträger und Pianist übernahm er gleich mehrere Aufgaben und meisterte diese mit beeindruckender Leichtigkeit. Souverän bewegte er sich über die Bühne und zeigte, wie viel Talent und frischer Schwung im Nachwuchs des Theatervereins stecken.

Auch die weiteren Darsteller wussten mit Spielfreude, Engagement und bemerkenswerter Professionalität zu überzeugen.

Ein Abend voller Spannung und Theaterzauber
Cilly Horlemann begeisterte als Sophie von Falkenstein, während Willibald, ihr Ehemann, (Arndt Machost) ebenfalls mit seiner Darstellung zum gelungenen Gesamtbild beitrug.

Beste Gansen spielte Ricarda Bayer ausdrucksstark und gekonnt. Auch Ulli Holtmann wusste als Celine Ehlinger zu überzeugen und fügte sich hervorragend in das Ensemble ein.

Ein Hingucker war einmal mehr Anne Ophey in ihrer Paraderolle als Tabea „Bambi“. Mit ihrer überzeugenden Darstellung bereicherte sie das Bühnen Geschehen. Hans Bernd Wessels als Silvio Knoll zeigte ebenfalls mit eine sehr gute schauspielerische Leistung.

Das Zusammenspiel des gesamten Ensembles funktionierte hervorragend: Die Figuren harmonierten miteinander, die Szenen wirkten stimmig und die Spannung blieb bis zum Schluss erhalten.

Ein großes Kompliment gebührt Spielleiterin Michaela Leisten. Bereits bei der Premiere war deutlich zu erkennen, wie viel Arbeit, Fingerspitzengefühl und Organisation in ihrer Inszenierung steckten. Die Rollenverteilung erwies sich als ausgesprochen gelungen, und es gelang ihr, aus den individuellen Leistungen ein stimmiges Theatererlebnis zu schaffen.

Die Entscheidung für eine Gaunerkomödie war durchaus mutig. Umso schöner war es zu erleben, wie überzeugend das gesamte Ensemble diese Herausforderung annahm und mit sichtbarer Spielfreude umsetzte.

Blick für’s Detail

Auch das Bühnenbild erwies sich als echter Blickfang. Thomas Gansen und Ulla van Oeffelt zeichneten für die eindrucksvolle Bühnengestaltung, die Requisiten und die Dekoration verantwortlich. Mit viel Liebe zum Detail schufen sie eine passende Theaterwelt, die das Publikum unmittelbar in die Geschichte eintauchen ließ.

Für die technische Umsetzung sorgte Lucas Schülter. Mit passenden Klängen, musikalischen Hintergründen und stimmungsvollen Lichteffekten unterstützte er das Geschehen und verstärkte die Wirkung der einzelnen Szenen. Mitunter schien es beinahe, als kämen die richtigen Töne und das passende Licht direkt vom Himmel.

Dorothee Rühlke kümmerte sich um die Tisch- und Saaldekoration und schuf damit ein einladendes Ambiente, das den gemütlichen Charakter des Abends unterstrich.

Susanne Lembert unterstützte die Spieler routiniert wie immer als Souffleuse. Anne Düngelhoff und Laura Slodzek waren für Frisuren und Maske verantwortlich und sorgten dafür, dass die Darsteller auch optisch perfekt in ihre Rollen passten.

Die Organisation im gastronomischen Bereich lag bei Verena Swaghoven. Gemeinsam mit dem engagierten Kellnerteam, das sich aus Partnern der Vereinsmitglieder zusammensetzte, sorgte sie für die gute Versorgung des Publikums.

All diese Aufgaben zeigen, wie viel Herzblut, Teamgeist und Engagement hinter einer gelungenen Theateraufführung stecken.

Wohltätigkeit im Fokus

Neben der Spannung auf der Bühne stand bei der Premiere auch eine Herzensangelegenheit im Mittelpunkt. Michaela Leisten nutzte ihre Begrüßung, um auf die wohltätige Aktion des Theatervereins aufmerksam zu machen.

Seit vielen Jahren gehört die Nikolausaktion fest zum Jahresprogramm der Gemütlichkeit Kervenheim. Dabei besucht der Nikolaus Kinder und bereitet ihnen eine besondere Freude. Die Familien bedanken sich mit einer Spende, die jedes Jahr einem guten Zweck zugutekommt.

In diesem Jahr möchte der Theaterverein mit den gesammelten Spenden das WDR 2 Weihnachtswunder unterstützen. Die Spendensumme soll nach Mönchengladbach gebracht werden, wo die Aktion 2026 stattfindet.

Auch die Theatergäste können helfen: Wer nach der Vorstellung noch Restguthaben auf seiner Getränkekarte hat, kann diesen Betrag spenden und damit Menschen in schwierigen Lebenssituationen unterstützen.

Wie groß die Hilfsbereitschaft bereits am ersten Abend war, zeigte das beeindruckende Ergebnis: Bei der Premiere kamen insgesamt 418,50 Euro für das WDR 2 Weihnachtswunder zusammen.

Der Theaterverein bedankt sich von ganzem Herzen bei allen Theaterfreunden, die bereits gespendet haben. Auch bei den kommenden Vorstellungen besteht weiterhin die Möglichkeit, das Restguthaben der Getränkekarten zu spenden.

Die Premiere ist geschafft – und die Begeisterung ist geweckt. Die weiteren Vorstellungen sind bereits restlos ausverkauft. Das große Interesse bestätigt einmal mehr die Verbundenheit des Publikums mit dem Theaterverein Gemütlichkeit Kervenheim.

Ein Abend voller Theaterzauber, begeisterter Zuschauer, stehender Ovationen und gelebter Nächstenliebe – ein Auftakt, der allen Beteiligten noch lange in bester Erinnerung bleiben wird.

Weitere Informationen gibt es unter www.tvg-kervenheim.de.

Der Theaterverein Gemütlichkeit Kervenheim begeisterte erstmals mit Spannung: „Arsène Lupin – Das Collier der Königin“. NN-Fotos: Gerhard Seybert