Eigentlich müssten die Karten 75 Euro kosten
Am 29. August lädt Cinque zur Sommernacht in Kleve ein
KLEVE. Bruno Schmitz beginnt mit einem Exkurs ins Geschichtliche. Die Cinque Sommernacht am 29. August trägt die laufende Nummer 18. 1989 wurde Cinque gegründet. Ein Jahr später fand die erste Sommernacht statt – im Innenhof der Schwanenburg. „Das war eine tolle Location, aber wir haben schnell festgestellt: Da war zu wenig Platz.“ Die Nachfrage nach Tickets überstieg schnell die Zahl der Leute, die man unterbringen konnte.
Es folgte: Der Umzug auf die Wiese hinter dem Tiergarten. Schmitz: „Damals stand ja noch das alte Schützenhaus. Es war marode, aber man hätte es noch restaurieren können.“ Allerdings rückten ein Jahr später die Bagger an. Morgens um fünf begann der Abriss. „Damals waren viele Leute entsetzt“, erinnerst sich Schmitz. Seit damals findet – im Zweijahresabstand – die Cinque-Sommernacht statt. „Ich denke, wir haben ein Konzept, das schon irgendwie besonders ist“, sagt Schmitz und meint die Kombination von Comedy, Kabarett und Musik. So viel ist sicher: In Kleve hatten sie das Who-is-Who“ der Szene auf der Sommerbühne. „Priol war hier, Knebel, Becker – und diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen.“ Das Besondere an der Sommernacht: Wenn die drei Stunden Bühnenprogramm zuende sind, wird der Spielort zur Tanzstätte.
Nun denn: In diesem Jahr sind neben dem Moderator Ludger Kazmierczak und der „Hausband“ Köbes Underground Ingrid Kühne, Tridiculous und Miss Allie zu erleben. 39,50 Euro kosten die Karten. Und wer da denkt, das sei eine Menge Holz, der sollte wissen, dass die Kosten für die Veranstaltung bei (wahrscheinlich mehr als) 150.000 Euro liegen. Schmitz: „Bisher haben wir 1.500 Karten verkauft. Es wäre schön, wenn daraus 2.000 würden.“ Mal kurz rechnen: 150.000 geteilt durch 2.000 macht 75. 75 Euro also müsste eine einzelne Karte kosten, wenn da nicht der Verkauf von Getränken und „Verpflegung“ (vegetarisch und nicht vegetarisch) wäre. Die Sommernacht würde schnell zum Zusatzgeschäft. „Wir versuchen, einen Teil der Kosten aufzufangen, indem beispielsweise nicht alle, die hinter den Theken stehen und oder bedienen, bezahlte Kräfte sind“, sagt Conny Zander. Sie ist nur eine von vielen, die die Sommernacht möglich machen. Übrigens ist auch Security vor Ort und wird unter anderem Taschenkontrollen durchführen. Das Motto: Safety first.
Und angesichts des Versuchs, die Kosten einzuspielen, bitten die Veranstalter ihre Gäste, keine eigenen Speisen und Getränke mitzubringen. Karten für die 18. Sommernacht gibt es in der Buchhandlung Hintzen, beim Kulturbüro Niederrhein, an der Infotheke im Rathaus und bei reservix. Erstmals werden in diesem Jahr für Gruppen auch 5-Liter-Fässchen Gerstensaft angeboten. Conny Zander: „Der Preis steht noch nicht fest.“
Und für Menschen, die als Sponsoren in Aktion treten möchten, gibt es drei Pakete. Bruno Schmitz: „Das Bronze-Paket kostet 350 Euro. Darin sind dann zwei Freikarten enthalten.“ Das Silber-Paket: 750 Euro und vier Freikarten. Die Gold-Version ist für 1.500 Euro inklusive acht Freikarten zu haben.“ An der Bühne sind dann auf einer Leinwand die Sponsorennamen zu sehen. Vereinsmitglieder erhalten auf den Kartenpreis zwei Euro Ermäßigung, die an der Abendkasse erstattet werden. Gezahlt werden kann abends übrigens sowohl per Karte als auch in bar.
Es kann los gehen: Die Leute von Cinque freuen sich auf die Sommernacht.