Ehrenamtliche Initiative sammelt Sachspenden
Das ehrenamtliche Team „Bunte Helfer Ukraine“ plant, im Mai zu starten
Immer wieder melden sich im Rathaus und auch bei den ehrenamtlichen Initiativen Menschen, die Einrichtungsgegenstände für Geflüchtete spenden wollen. Jetzt hat sich rund um Organisations-Leiter Elmar Kleba, Stellvertreter Ralf Oostendorp und Botho Brouwer eine Initiative aus Ehrenamtlern zusammengefunden, die sich um die Annahme, Lagerung und Weitervermittlung dieser Sachspenden kümmern will.
„Relativ frühzeitig, nach Beginn des Krieges kamen entweder private Initiativen oder Menschen, die Möbel, einen Schrank oder Ähnliches übrig hatten, auf die Stadt Emmerich zu. Die Stadt hat aber weder Lager- noch Personalkapazitäten dafür“, erzählt Organisationsleiter Elmar Kleba vom Beginn der Initiative. „Wir haben das dann in unserem Helfernetzwerk gespiegelt, und so hat sich diese Runde aus ehrenamtlichen Helfern zusammengefunden.“
Vom Bund bekamen die Ehrenamtler die ehemalige Halle des Technischen Hilfswerks (THW) an der Tackenweide gestellt. Wohnungen für geflüchtete Ukrainer werden von der Stadt zugewiesen. Ab 1. Juni sind Flüchtlinge aufgrund einer Gesetzesänderung auch in der Lage, selbst Wohnraum anzumieten. Dieser muss dann von der Initiative mit den Spenden bestückt werden.
Am wichtigsten sind Spenden wie Betten, Fahrräder, Küchengeräte, Möbel und Elektronik. Kleidung wird vorerst nicht angenommen. „Wir nehmen nur Möbel an, die anschließend weiterverwendet werden können. Wir sind kein Sperrmüll“, betont Elmar Kleba.
Das Team „Bunte Helfer Ukraine“ besteht nun schon aus rund 30 Mitgliedern. Trotzdem werden weitere freiwillige Helfer gebraucht um zum Beispiel Behördengänge zu organisieren.
Die Initiative arbeitet in engem Kontakt und mit Unterstützung der Stadt Emmerich: „Die Stadt Emmerich ist überaus dankbar, dass die Ehrenamtler das machen. Ohne Ehrenamt könnte man das schlicht und ergreifend nicht meistern“, bedankt sich Tim Terhorst, Pressesprecher der Stadt Emmerich.
Wer Möbel anliefern möchte, sollte sich vorher unter Telefon 0162/3715964 ankündigen. Auch wer eine Wohnung für ukrainische Flüchtlinge bestückt haben möchte, kann auf die Ehrenamtler zukommen. Der zuständige Projektleiter koordiniert dann in Zusammenarbeit mit den Ehrenamtlern die Einrichtung des Wohnraums. Abholungen von Möbeln müssen selbst erledigt werden.
Für eine schnelle Kontaktaufnahme, mit den Freiwilligen, ist die Veröffentlichung eines QR-Codes geplant.
Ab Anfang Mai wollen die Helfer in der ehemaligen Halle des Technischen Hilfswerks an der Tackenweide offiziell starten. Geplante Öffnungszeiten sind dienstags von 10 bis 13 Uhr und von 16 bis 19 Uhr, donnerstags von 10 bis 13 Uhr sowie samstags von 10 bis 13 Uhr.
Katja BeitzDas „Orga-Team Ukraine“ in der ehemaligen Halle des THW (v. l.): Ralf Oostendorp, Sigrid Kuzcnierz, Elmar Kleba, Günter Konrad und Botho Brouwer. NN-Foto: Katja Beitz