Der ehemalige evangelische Friedhof in Haldern. Foto: Bodo Wißen
20. August 2025 · Rees

Ehemaligen Friedhof in Haldern dauerhaft erhalten

SPD-Antrag: Fläche ökologisch aufwerten und parkähnlich gestalten

HALDERN. Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Rees setzt sich dafür ein, dass der ehemalige evangelische Friedhof an der Feldstraße in Haldern dauerhaft erhalten bleibt. In einem Antrag an den Bürgermeister fordert die Fraktion, dass die Stadt das Grundstück erwirbt oder über einen Tausch in städtisches Eigentum überführt.

Im Vorfeld hatten Vertreter der SPD-Fraktion ein Gespräch mit dem Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde Haldern geführt. Teilgenommen haben von Seiten der SPD: der Fraktionsvorsitzende Peter Friedmann, Ratsherr und 1. stellvertretender Bürgermeister Bodo Wißen, das Kreistags- und Stadtratsmitglied Harry Schulz sowie der sachkundige Bürger Heinz Dähn.

Die Sozialdemokraten betonen, dass die Fläche sowohl aus ökologischen als auch aus ethischen Gründen nicht bebaut werden sollte. Zum einen handele es sich um eine für das Klima, die Frischluftversorgung und den Erholungswert wichtige Grünfläche. Zum anderen sei zu berücksichtigen, dass dort bis in die 1950er Jahre Bestattungen stattgefunden haben. Es sei unklar, ob wirklich alle Gräber umgebettet worden seien.

Stattdessen schlägt die SPD-Fraktion vor, die Fläche ökologisch aufzuwerten und parkähnlich zu gestalten. Bänke sowie eine behutsame gärtnerische Gestaltung könnten die Aufenthaltsqualität für Bürger zusätzlich erhöhen.

Um den finanziellen Belangen der evangelischen Kirchengemeinde Haldern Rechnung zu tragen, regt die SPD außerdem an, dass die Stadtverwaltung mögliche Bauflächen im Umfeld von Kirche und Pfarrhaus am Irmgardisweg prüft.

„Mit unserem Antrag wollen wir erreichen, dass die Fläche an der Feldstraße als grüne Insel erhalten bleibt und zugleich eine Lösung gefunden wird, die auch der evangelischen Kirchengemeinde Haldern zugutekommt“, sagt Fraktionsvorsitzender Peter Friedmann.

Der ehemalige evangelische Friedhof in Haldern. Foto: Bodo Wißen