Durch Krisen wachsen
Abend für Glaubende, Suchende und Zweifelnde in der Kulturscheune
EMMERICH. Krisen gehören zum Leben. Sie können uns aus der Bahn werfen, uns an unsere Grenzen bringen und Fragen aufwerfen, auf die man nicht sofort eine Antwort findet. Doch gerade auf schwierigen Wegen können auch neue Kraft, Vertrauen und persönliches Wachstum entstehen. Mit dieser Frage beschäftigt sich der zweite Abend der Veranstaltungsreihe „Wege mit Gott“, zu dem Katrin Elisabeth Elsmann und Stefan van Ühm am 22. Oktober um 19 Uhr gemeinsam mit verschiedenen Gästen ins Ensemble Schlösschen Borghees einladen.
Unter dem Titel „Durch Krisen wachsen“ geht es um persönliche Erfahrungen, Glauben, Zweifel, Hoffnung und die Frage, was Menschen trägt, wenn das Leben nicht nach Plan läuft. Dabei soll der Abend bewusst ein Ort sein, an dem jeder willkommen ist – unabhängig davon, wo er persönlich auf seinem Glaubensweg steht. Ob jemand fest im Glauben verwurzelt ist, nach Antworten sucht, Zweifel hat oder sich einfach für das Thema interessiert: Es gibt keinen bestimmten Standpunkt, den man mitbringen muss. Niemand muss etwas glauben, erklären oder vertreten. Im Mittelpunkt stehen Begegnung, ehrlicher Austausch und die Möglichkeit, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen. „Wir möchten einen Raum schaffen, in dem Menschen einfach so kommen dürfen, wie sie sind“, beschreibt Katrin Elisabeth Elsmann die Idee hinter dem Abend. „Glaube darf Fragen haben. Zweifel dürfen dazugehören. Und auch wer mit Kirche oder Glauben bisher wenig zu tun hatte, soll sich bei uns willkommen fühlen.“
Inhaltlich erwartet die Besucher ein abwechslungsreicher Abend mit Musik, Poetry, persönlichen Geschichten und spirituellen Impulsen. Kara Hunzelder bringt ihre Gedanken zum Thema in einem Poetry auf die Bühne. Björn Borrmann erzählt von seinem persönlichen Weg durch eine Krise und davon, was ihm in dieser Zeit Kraft gegeben hat. Stefan van Ühm setzt biblische Impulse und stellt die Frage, wo Gott gerade in schwierigen Zeiten zu finden sein kann. Auch der Jakobsweg wird Teil des Abends sein. Katrin Elisabeth Elsmann nimmt gemeinsam mit Kara Hunzelder die Besucher mit auf einen sehr persönlichen Weg. Dabei geht es um körperliche Grenzen, Zweifel, das Loslassen und die Frage, was es bedeutet, trotz aller Herausforderungen weiterzugehen.
Passend zur Jahreszeit wird der Herbst dabei zum Sinnbild: Ein Baum verliert seine Blätter und bleibt dennoch stehen. Auch im Leben kann Loslassen notwendig sein, damit wieder etwas Neues entstehen kann. Nach den verschiedenen Impulsen und Beiträgen gibt es Gelegenheit zu einer offenen Gesprächsrunde. Wer möchte, kann eigene Gedanken, Fragen oder Erfahrungen einbringen. Wer lieber zuhört, ist genauso willkommen. „Es geht uns nicht darum, fertige Antworten zu liefern“, so die Veranstalter. „Vielleicht müssen wir gar nicht immer wissen, wie der ganze Weg weitergeht. Vielleicht reicht es manchmal, den nächsten Schritt zu gehen.“
Auch das gemeinsame Beisammensein gehört zum Konzept des Abends. Bei Brot, Getränken und kleinen Leckereien besteht Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und den Abend in entspannter Atmosphäre ausklingen zu lassen. Einlass in die Kulturscheune ist ab 18.30 Uhr, der Eintritt ist frei; Spenden zur Kostendeckung sind willkommen. Eine Anmeldung ist nicht zwingend erforderlich, wird zur besseren Planung der Verpflegung jedoch gerne gesehen. Kontakt und Anmeldung: Katrin Elisabeth Elsmann, info@katrin-elsmann.de, Telefon 0170/ 3284216.
Katrin Elisabeth Elsmann und Stefan van Ühm. Foto: Oliver Steller / TIK Emmerich