Präventionsaktion des DRK Niederrhein gegen K.O.-Tropfen: Nina Stiller-Peters (Unternehmenskommunikation DRK-Kreisverband Niederrhein), Kreisverbandsarzt Dr. Robert Moog und DRK-Helferin Anwar Romdhani (v.l.). Foto: DRK Niederrhein
26. Januar 2026 · Niederrhein

DRK Niederrhein: Schutz vor K.O.-Tropfen und Prävention

Karneval feiern, ohne Angst haben zu müssen: Wiederverwendbarer Trinkschutz und Aufklärung

NIEDERRHEIN. Während der bevorstehenden Karnevalstage verstärkt das DRK Niederrhein seine Maßnahmen zum Schutz von Feiernden vor K.O.-Tropfen und ähnlichen bewusstseinsverändernden Substanzen. Im Fokus stehen dabei Prävention im Sinne von Vorbeugung und Schutz, erhöhte Aufmerksamkeit sowie der Schutz insbesondere von Frauen und jungen Mädchen, die statistisch häufiger von solchen Taten betroffen sind.

Karneval ist für viele Menschen am Niederrhein ein Höhepunkt des Jahres. Gleichzeitig führen große Menschenmengen, ausgelassene Stimmung und Alkoholkonsum dazu, dass Risiken zunehmen. K.O.-Tropfen sind meist farb-, geruchs- und geschmacklos und werden unbemerkt in Getränke gegeben. Die Folgen können Schwindel, Orientierungslosigkeit, Kontrollverlust oder Erinnerungslücken bis hin zur Bewusstlosigkeit sein.

Der Kreisverbandsarzt des DRK Niederrhein, Dr. Robert Moog, weist auf die Bedeutung frühzeitiger Vorsorge hin: „K.O.-Tropfen wirken oft schnell und werden häufig erst spät erkannt. Umso wichtiger ist es, aufmerksam zu sein, das eigene Getränk – egal ob im Glas oder in der Flasche – im Auge zu behalten und einfache Schutzmaßnahmen zu nutzen. Prävention kann helfen, gefährliche Situationen zu vermeiden oder frühzeitig Hilfe zu bekommen.“

Als ergänzende Maßnahme stellt das DRK Niederrhein während der Karnevalstage den „DRK TrinkSchutz“ zur Verfügung. Dabei handelt es sich um einen Getränkeschutz für Becher und Gläser mit einer Sicherheits-Öffnung für den Trinkhalm, der das unbemerkte Einbringen von Substanzen erschwert. Der TrinkSchutz ist wiederverwendbar und damit nicht nur nachhaltig, sondern bietet auch über einzelne Veranstaltungen hinaus einen dauerhaften Mehrwert. Er kann bei verschiedenen Anlässen erneut eingesetzt werden und unterstützt so langfristig die Präventionsarbeit. Der TrinkSchutz versteht sich ausdrücklich als zusätzlicher Schutz und nicht als Ersatz für Aufmerksamkeit oder gegenseitige Rücksichtnahme.

Die Ausgabe des DRK TrinkSchutz erfolgt über die Ortsverbände im DRK Kreisverband Niederrhein im Rahmen der Sanitätsdienste während der Karnevalsveranstaltungen. Die ehrenamtlichen Helfer sind vor Ort als Ansprechpartner im Sanitätsdienst präsent, stellen den Getränkeschutz kostenlos zur Verfügung und sind im Notfall jederzeit ansprechbar.

Darüber hinaus bietet das DRK Niederrhein den DRK TrinkSchutz bereits im Vorfeld der Karnevalstage ehrenamtlichen und gemeinnützigen Veranstaltern, Vereinen und Karnevalsgesellschaften zur kostenlosen Ausgabe an. Hintergrund ist der klare Anspruch des DRK, seine Ressourcen gezielt dort einzusetzen, wo ehrenamtliches Engagement und Gemeinwohl im Mittelpunkt stehen. Die Präventionsarbeit soll Vereine unterstützen, die Verantwortung für ihre Gäste übernehmen und aktiv mit an Sicherheit denken.

Mit der Aktion unterstreicht das DRK Niederrhein seine strategische Ausrichtung, den Schutz der Bevölkerung stärker in den Mittelpunkt zu rücken und Präventionsarbeit weiter auszubauen. Neben der medizinischen Versorgung bei Veranstaltungen soll die Information und Sensibilisierung der Öffentlichkeit künftig eine noch größere Rolle spielen.

„Für uns beginnt Sicherheit nicht erst im Notfall“, so Dr. Robert Moog. „Wir möchten Menschen befähigen, Risiken besser einzuschätzen und einfache Schutzangebote zu nutzen. Prävention ist ein wichtiger Bestandteil moderner Gefahrenabwehr – und ein zentraler Beitrag zu einem sicheren Karneval.“ Das DRK Niederrhein plant, seine Informations- und Präventionsangebote auch über die Karnevalstage hinaus weiterzuentwickeln und langfristig zu stärken.

Kontakt für ehrenamtliche und gemeinnützige Veranstalter, Vereine und Karnevalsgesellschaften per E-Mail an info@drk-niederrhein.de, oder unter Telefon: 0281/3001-0.

Präventionsaktion des DRK Niederrhein gegen K.O.-Tropfen: Nina Stiller-Peters (Unternehmenskommunikation DRK-Kreisverband Niederrhein), Kreisverbandsarzt Dr. Robert Moog und DRK-Helferin Anwar Romdhani (v.l.). Foto: DRK Niederrhein