DRK Alpen: Hohe Einsatzstunden und vielfältige Tätigkeiten
DRK Alpen lud zur ordentlichen Ortsversammlung
ALPEN. Die ordentliche Ortsversammlung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Ortsverein Alpen, fand im DRK-Heim in der Bruckstraße 97, Alpen, statt. Der Ortsvereinsvorsitzende Rüdiger Kunst begrüßte alle aktiven Helfer in der Fahrzeughalle des DRK-Heims. Er hieß auch erstmals Bürgermeister Ludger Staymann sowie den Präsidenten des Kreisverbandes, Jan Höpfner, und dessen Stellvertreter Sascha van Beek willkommen, der in Alpen sein Heimspiel hat. Nach den einleitenden Worten von Rüdiger Kunst sowie den Ansprachen von Ludger Staymann, Sascha van Beek und Jan Höpfner wurde die Tagesordnung festgestellt, ohne dass Änderungsanträge vorlagen.
Gemeinsam mit Marie-Luise Kunst führte Rüdiger Kunst die Ehrungen für vielfache Blutspender durch. Geehrt wurden Thomas Ahls und Hans-Gerd Royek für jeweils 50 Spenden, Ulrich Schmiedeskamp und Stefan Schumacher für 100 Spenden, Eberhard Aldenhoff, Hildegard Döring und Georg Wilke für 125 Spenden sowie Franz Schumacher für 150 Spenden. Im Anschluss wurden langjährige Mitglieder des DRK Alpen geehrt: Benedikt Niewerth und Timo Fißer für 10 Jahre, Maurice Braun und Ludger Everding für 30 Jahre sowie Thomas Eckholt für 40 Jahre Mitgliedschaft. Christian Peeters wurde für sein langjähriges Engagement als Bereitschaftsleiter gewürdigt und erhielt großen Dank.
Florian Cornelißen präsentierte die Berichte aus den verschiedenen Bereichen des Ortsvereins und der Bereitschaft. Im Jahr 2025 leisteten die Helfer der Bereitschaft ohne Krankentransport insgesamt 5.410 Stunden. Diese Stunden verteilten sich auf 28 Sanitätsdienste mit etwa 1.300 Stunden, 200 Stunden für Spitzenbedarfe bei 70 Einsätzen und 40 Stunden bei zwei Alarmierungen im Rahmen des Katastrophenschutzes. Zudem wurden 1.920 Stunden in Aus- und Fortbildung, 350 Stunden für acht Blutspendetermine sowie 800 Stunden für Vorstandsarbeit und administrative Aufgaben aufgewendet. Technische Dienste für Fahrzeuge und Gebäude umfassten 450 Stunden, und etwa 350 Stunden entfielen auf nicht dokumentierte, aber dennoch notwendige Aufgaben. Der Krankentransport/Rettungsdienst, traditionell führend bei den geleisteten Stunden, verzeichnete im Jahr 2025 insgesamt 5.680 Stunden.
Für die Einsatzeinheit im Katastrophenschutz war es ein ruhigeres Jahr mit lediglich zwei Alarmierungen: einmal für die Errichtung einer Notunterkunft und einmal im Rahmen einer Bombenentschärfung. Auch für das Jahr 2026 sind zahlreiche Aus- und Fortbildungstermine geplant. Neben der Breitenausbildung in Erste-Hilfe-Kursen für die Bevölkerung und Firmen ist auch die Ausbildung der eigenen Helferinnen und Helfer ein wichtiger Bestandteil. Exkursionen zu einer Leitstelle und zum Rettungshubschrauber sind ebenfalls vorgesehen. Das DRK Alpen unterstützt zudem andere Ortsvereine und Stadtverbände bei Großveranstaltungen.
Bei je vier Blutspendeterminen in Alpen und Veen wurden insgesamt 637 Spender begrüßt, von denen 29 erstmals Blut spendeten. Blutspenden sind ein zentraler Bestandteil der Rotkreuzarbeit, da jeder Blutspender als Lebensretter gilt. Der Artikel listet die noch ausstehenden Blutspendetermine für 2026 auf, die in der Sekundarschule Alpen und der Grundschule Veen stattfinden werden.
Im Jahr 2025 wurden insgesamt 974 Krankentransporte und Rettungseinsätze durchgeführt. Die meisten Einsätze entfielen auf Xanten (169) und Moers (167), gefolgt von Kamp-Lintfort (161) und Wesel (130). Carina Janssen berichtete über ein ereignisreiches Jahr beim Alpener Jugendrotkreuz (JRK). Aufgrund personeller Änderungen übernahm sie die Aufgaben von Jacqueline Braun, die sich aus persönlichen Gründen zurückzog. Derzeit sind 17 Mitglieder in zwei Altersstufen aktiv. Die Gruppenstunden finden donnerstags statt und sind gut besucht. Neben Erster Hilfe stehen Verantwortungsbewusstsein, Teamgeist und Handlungssicherheit im Fokus. Auch Spaß ist wichtig, wie die Teilnahme am Nikolausmarkt in Alpen zeigt, deren Einnahmen einen Ausflug zum Kartfahren ermöglichten. Für das kommende Jahr sind weitere Aktionen und Ausflüge, darunter eine 24-Stunden-Übung, geplant.
Der Kassenbericht von Schatzmeister Norbert Pötters für 2025 ergab ein ausgeglichenes Ergebnis, wurde von den Kassenprüfern genehmigt und der Vorstand entlastet. Die Jahresplanung für 2026 wurde einstimmig angenommen. 2025 wurde ein neuer Defibrillator für den KTW-B angeschafft; für 2026 stehen erneut die Anschaffung eines Defibrillators und einer neuen PV-Anlage an.
Bei den turnusmäßigen Neuwahlen wurden große Teile des Vorstands bestätigt, und die neu zu besetzenden Positionen fanden breite Zustimmung. Rüdiger Kunst informierte zudem über den geplanten Bau einer Rettungswache hinter dem bestehenden DRK Heim. Abschließend bedankte sich Rüdiger Kunst bei allen Helfern sowie bei deren Partnern und Familien für ihr Verständnis und ihre Unterstützung.
Auf dem Programm standen turnusgemäße Neuwahlen und Ehrungen. NN-Foto: Theo Leie