Die Synagoge öffnet ihre Türen
29. Juli 2026 · Issum

Die Synagoge öffnet ihre Türen

Mit der Ausstellung „Jüdisches Leben am Niederrhein“

ISSUM. Am Sonntag, 2. August, öffnet das ehemalige jüdische Gemeindezentrum in Issum von 14 bis 17 Uhr seine Türen für Besucher. Der Eintritt ist kostenlos, und es besteht die Möglichkeit, Führungen für Gruppen und Schulklassen nach Absprache auch an anderen Tagen zu arrangieren.

Das ehemalige jüdische Bethaus in Issum stellt die einzige erhaltene Landsynagoge am unteren Niederrhein dar. Im Jahr 1855 von der jüdischen Gemeinde erworben, wurde das Gebäude 1935 verkauft und fortan für nicht religiöse Zwecke genutzt. Aufgrund dieser Umnutzung überstand die ehemalige Synagoge die Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 unbeschadet. Im Jahr 1987 erwarb die Gemeinde Issum den Gebäudekomplex und richtete den Synagogenraum als Gedenkstätte ein. Dabei wurde großer Wert auf die Wiederherstellung des ursprünglichen Aussehens gelegt, sodass der Raum auch heute noch seinen Charakter als religiöser Mittelpunkt einer kleinen, bescheidenen Dorfgemeinde bewahrt hat.

Weitere Informationen sind beim Arbeitskreis Jüdisches Bethaus, Familie Brall, unter Telefon 02835/1398 oder per E-Mail an synagoge@issum.de erhältlich. Auch die Gemeinde Issum, Touristik, steht für Auskünfte zur Verfügung. Diese ist telefonisch unter 02835/10 24 oder per E-Mail an touristik@issum.de erreichbar.