Die Mannschaft der Lebenshilfe-Werkstätten demonstriert Teamgeist und Einsatz bei den Fußball-Inklusionstagen in Essen.
Inklusion auf dem Kennedyplatz: LHUN-Fußballer in Aktion
REES. Mit viel Einsatz und Teamgeist hat die Fußball-Mannschaft der Lebenshilfe-Werkstätten Unterer Niederrhein (LHUN) an den Fußball-Inklusionstagen auf dem Kennedyplatz in Essen teil. Das Motto: „Mit Fußball in die Mitte der Gesellschaft.“
Für die Spieler war es ein besonderes Erlebnis, auf dem Essener Kennedyplatz in der eigens aufgebauten Pop-up-Arena mit rund 2.500 Zuschauerplätzen aufzulaufen. Die besondere Atmosphäre und die Freude, auf dieser großen Bühne Fußball zu spielen, waren für die Spieler ein echtes Highlight.
So zeigte das Team von Beginn an großen Einsatz. Besonders erfreulich: Alle Spieler der Mannschaft kamen im Turnier zum Einsatz. „Ein Muss“ in den Augen von Trainer Eddy Irro: „Bei uns bekommt jede und jeder Einsatzzeit – unabhängig von der jeweiligen Einschränkung. Das ist in unseren Augen Inklusion,“ fügt er hinzu. Nach zwei Unentschieden und einem Sieg in der Vorrunde waren die Reeser punktgleich mit zwei anderen Mannschaften. Das Torverhältnis entschied schließlich über die Paarungen in der Hauptrunde. Hier erspielte sich das Team einen guten 6. Platz – mit etwas „Pech am Fuß“, wie Co-Trainer Klaus Arend es treffend zusammenfasste. Dennoch nahm er bei der Siegerehrung stolz den Pokal für seine Mannschaft entgegen. Sieger des Turniers wurden die Alexianer Werkstätten aus Köln.
Neben dem sportlichen Erlebnis stand für das Team vor allem die gelebte Inklusion im Mittelpunkt. Gleichzeitig gab es einen kleinen Wermutstropfen: Die Mannschaft hätte sich noch mehr Zuschauer und öffentliche Aufmerksamkeit gewünscht. „Die Veranstaltung war wirklich toll organisiert und es ist schön zu sehen, wie viel für den inklusiven Fußball auf die Beine gestellt wird. Wir würden uns aber wünschen, dass noch mehr Menschen solche Veranstaltungen besuchen, zuschauen und damit zeigen: Inklusion gehört ganz selbstverständlich in unsere Gesellschaft – und natürlich auch auf den Fußballplatz“, zeigt sich das Trainerteam etwas enttäuscht.
Das Werkstätten-Turnier war Teil eines großen Fußballfestes mitten in der Essener Innenstadt. Dabei stand der Kennedyplatz ganz im Zeichen des inklusiven Fußballs. An den drei Tagen traten Sportler mit geistiger Behinderung in Inklusionsmannschaften an. Der Final-Spieltag der Blindenfußball-Bundesliga mit Ehrung des Deutschen Meisters gehörte zu den Höhepunkten der Veranstaltung.
Organisiert wurde die Veranstaltung unter anderem von der DFB-Stiftung Sepp Herberger, dem Fußballverband Niederrhein und Rot-Weiß Essen. Die Bedeutung der Inklusionstage wurde auch durch die prominente Unterstützung deutlich. Unter anderem waren Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen, die ehemalige Nationalspielerin Lira Alushi, RWE-Sportdirektor Christian Flüthmann sowie Vertreter des DFB und des Fußballverbands Niederrhein vor Ort.
Das LHUN-Werkstätten-Team ist stolz auf seine Leistung. Foto: LHUN