Die Jugend im Fokus
„Wa Wa Juniors“: Der TSV Wachtendonk-Wankum ist auf dem Weg zum Ehrenamt 2.0
Zum Bestreben, den Nachwuchs für das Vereinsleben zu interessieren, soll in Zukunft die frühzeitige Vermittlung des Bewusstseins dafür gehören, dass nur persönliches Engagement das vielfältige Angebot überhaupt erst ermöglicht. Also ganz nach dem Motto: Kinder für Kinder, Jugendliche für Jugendliche. Mithelfen können sie zum Beispiel als Trainerhelfer bei den jüngeren Teams. „Nur wenn man selbst etwas macht, passiert etwas. Die Kinder sind Teil des großen Ganzen“, erläutert Hommes.
Jedoch sieht die achtköpfige Wa Wa Juniors-Arbeitsgruppe, die zwecks schneller Entscheidungswege nur dem Vorstand unterstellt ist, eine wichtige Grundvoraussetzung für eine gesicherte Zukunft und die Teilnahme am Vereinsleben in der Identifikation mit dem Verein. Und dieser habe sehr viel mehr zu bieten als nur Fußball, auch wenn vor allem dieser Bereich im öffentlichen Auge besonders präsent sei, sagt Hommes.
Stichwort Quervernetzung: Um das Miteinander zu fördern – das „Wir“ in den Vordergrund zu rücken und sichtbar nach außen zu tragen – soll das Vereinstreiben auf erinnerungswürdige Weise durch gemeinsame Events wesentlich sportbereichsübergreifender gestaltet werden. „Wir versuchen die Kinder zu motivieren, sich zu engagieren.“
So geschehen zum Beispiel 2022 bei der „Der Nikolaus kommt über die Niers“-Aktion, wo die Kinder aus allen Bereichen gemeinsam Waffeln gebacken und verkauft haben. Bei der Weihnachtsfeier wiederum starteten alle Kinder zu einer gemeinsamen Rallye durch Wachtendonk.
Wenn es um Identitätsstiftung geht, kommt auch das neue, vereinseigene Branding zum Tragen. Neben Flaggen soll das Merchandise in Zukunft auch Shirts und mehr umfassen. Den Aspekt, die Identität zu stärken und das auch zu kommunizieren, würde generell unterschätzt, denkt Gregor Hommes. Sehr zum Nachteil: „Oft zeigen wir als Verein nicht, wer wir sind, sondern nur, wer was geschafft hat.“ Auch der Mehrwert der Vereine für die Gesellschaft sei häufig nicht klar: „Was genau ist das Miteinander, was die Vorteile und wo liegt der Wert? Das wird oft nicht kommuniziert.“ Hier möchte der TSV andere Wege gehen. Denn es sei laut Analysen nicht so, wie man es gerne als Erklärung für das „sterbende“ Ehrenamt voranschiebe, dass junge Menschen sich generell weniger engagieren. Sie engagierten sich heute nur anders, mit anderen Interessen. Auf diese Interessen müssten die Vereine eingehen, sagt Hommes.
Zur richtigen Kommunikation gehört natürlich die richtige Sprache mit entsprechenden Kommunikationskanälen. In diesem Fall heißt das vor allem: Social Media. Die Jugend für sich gewinnen möchte man daher nicht nur mit der neuen Homepage, sondern auch über einen Ausbau von Youtube - und Instagram-Kanälen.
Für einen gelungenen Start kann sich der TSV bereits über erste Unterstützer freuen. „Insgesamt haben wir bereits eine schöne Fördersumme in der Kasse“, sagt Gregor Hommes. Gespendet haben für „Wa Wa Juniors“ bereits Inter Mobile Deges, Elektro Rox, Landschaftsbau M. Rogge, die Volksbank an der Niers, der Wachtendonker Martinsverein sowie zahlreiche private Unterstützer. Thomas LangerMit „Wa Wa-Juniors“ nimmt der TSV Wachtendonk die Jugend in den Blick. Foto: Dr. Gregor Hommes