Annette Wozny-Koepp und Hans-Joachim Koepp fühlten sich jederzeit willkommen. Fotos: privat
1. September 2024 · Goch

Die Gocher Weltenbummler waren wieder auf großer Tour

Annette Wozny-Koepp und Hans-Joachim Koepp: Erlebnisse und Begegnungen in der Weite der Mongolei

GOCH. Mit großer Vorfreude und gespannter Erwartung auf eine außergewöhnliche Reise saßen Annette Wozny-Koepp und Hans-Joachim Koepp Mitte Juni dieses Jahres im Flugzeug von Frankfurt nach Ulaanbaatar.

Der neunstündige Flug ließ genug Zeit, um das Gedankenkarussell kreisen zu lassen. Einen Wellnessurlaub erwarteten die beiden Globetrotter nicht; vielmehr freuten sie sich auf ursprüngliche und atemberaubende Landschaften, gastfreundliche Menschen und das Erleben der ursprünglichen Nomadenkultur. Ein heimlicher Traum war es, auf dem Rücken von Pferden durch die endlose Steppe zu reiten.

Am Flughafen wurden die Reisenden freudestrahlend von ihrem Guide Urka und dem Fahrer Erka empfangen. Der Einführungstag in der Hauptstadt Ulaanbaatar machte die beiden schon ein wenig mit der Kultur und der Religion (Buddhismus und Schamanismus) vertraut, doch erst beim Naadamfest, am Ende der Reise, erlebten sie das wahre Gänsehautgefühl: Während großartiger Zeremonien und sportlichen Wettkämpfen bringen die Mongolen alljährlich bei diesem Fest ihre Kultur voll zum Ausdruck. Die Hauptstadt Ulaanbaatar ist das pulsierende Herz des Landes, gleichermaßen geprägt von alter Kultur und lebendiger Aufbruchstimmung.

Bereits am Folgetag der Anreise ging es mit dem Jeep, begleitet von Urka und Erka, über herausfordernde Pisten in die Weiten der Landschaft. Die endlose Weite und Stille waren unbeschreiblich. Endlose Täler, eingerahmt von Hügelketten und flankiert von Flüssen und glasklaren Seen, boten ein beeindruckendes Panorama. Unvorstellbar, wie Tausende von Nutztieren (Rinder, Yaks, Ziegen, Schafe, Pferde und Kamele) friedlich in der endlosen Landschaft grasen, wo oft weit und breit niemand zu sehen ist. Ein besonderes Erlebnis der Reise war es, hautnah zu erleben, wie die Nomadenfamilien im Einklang mit der Natur leben. Die Faszination beginnt bei der Behausung, dem Ger (=Jurte), das sich aufgrund eines durchdachten Systems gut transportieren und schnell aufbauen lässt und sich entsprechend dem Klima flexibel anpasst – bezüglich Durchlüftung und Isolierung, denn die Temperaturspanne im Winter mit bis zu minus 40 Grad und im Sommer mit bis zu plus 40 Grad ist extrem. Ebenso beeindruckend war die Ernährung der Nomadenfamilien, die ohne Strom und fließend Wasser auskommen. Da die Tiere das Leben auf der Weide verbringen, ist das Fleisch von absoluter Bio-Qualität.

Auch Milch, die zu einer Vielfalt von köstlichen „Weißen Speisen“ weiterverarbeitet wird, ist reichlich vorhanden. Lediglich Obst und Gemüse sind beim Leben in der Steppe nicht anbaubar. Erwähnenswert ist auch, dass Computer, Handys und Fernseher noch keinen Einzug gehalten haben und dass bei der Selbstversorgung quasi kein Müll anfällt. Es war dennoch gewöhnungsbedürftig zu sehen, dass Babys keine Windeln tragen und Kinder fast ohne Spielzeug aufwachsen.

Großartige Gastfreundschaft zeichnet die Mongolen ebenso wie das Interesse an ihrem Gegenüber aus, so die Koepps. Obwohl der Alltag hart und das Leben der Nomaden unglaublich arbeitsintensiv sei, fühlten sie sich doch jederzeit willkommen. Besonders schöne Momente waren es, mit den Kindern zu spielen und im Gespräch mit den Erwachsenen Gemeinsamkeiten zu entdecken, die einen trotz der räumlichen Distanz und unterschiedlichen Kultur verbanden.

Für diese Reise war es die richtige Entscheidung, einen eigenen Guide und Fahrer mit Jeep zu buchen. Das Glück brachte zudem die passenden Personen dazu: Zu Urka hatten die Koepps ganz schnell einen „engen Draht“, denn die Chemie passte hundertprozentig und aufgrund ihrer perfekten Deutschkenntnisse gab es sprachlich keine Barrieren. Erka sprach zwar nur Mongolisch, verstand aber dank seiner Empathie schnell, wie er die Reisenden glücklich machen konnte. So erlebte die Gruppe die abenteuerliche Reise in der Mongolei in der Obhut von Freunden. Diese Mongolei-Reise war für die Globetrotter eine besonders tief im Herzen berührende Erfahrung, die sie nie vergessen werden.

Um möglichst viele Menschen an ihren Erlebnissen und Erfahrungen teilhaben zu lassen, planen Annette Wozny-Koepp und Hans-Joachim Koepp für das kommende Frühjahr eine Multivisionsschau bei den Volkshochschulen der Umgebung.

Die Koepps erlebten großartige Gastfreundschaft.

Die Koepps erlebten großartige Gastfreundschaft.

Annette Wozny-Koepp und Hans-Joachim Koepp fühlten sich jederzeit willkommen. Fotos: privat