Mitarbeitende der Suchtberatung: Yevgeniy Steinhauer und Petra van Bergen vor der Gedenkwand im Haus der Diakonie.Foto: privat
23. Juli 2024 · Geldern

Diakonie gedenkt verstorbener Suchtkranken

Stellwand im Haus der Diakonie in Geldern

GELDERN. Der Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende (21. Juli) steht in diesem Jahr unter dem Motto „Konsumsicherheit für alle(s)“. Eine Stellwand im Haus der Diakonie Geldern erinnert in dieser Woche anonym an die sechs im vergangenen Jahr verstorbenen Suchtkranken, welche durch die Diakonie im Kirchenkreis Kleve betreut worden sind. Für jeden Verstorbenen wurde ein Schmetterling gebastelt.

Für die Suchtberatung der Diakonie im Kirchenkreis Kleve ist die Konsumsicherheit beim Drogengebrauch ein ständiges Thema. Ein Leben ohne Suchtmittel ist für einige Klienten unvorstellbar und manchmal auch unerreichbar. So ist Therapievermittlung nicht immer das Ziel einer Beratung. Umso wichtiger ist es, Konsumsicherheit anzusprechen. „Wir können oft nur anregen, dass die Konsumsicherheit Beachtung findet. Sie soll weitere gesundheitliche Risiken, wie etwa durch unsaubere Spritzen, minimieren“, so Petra van Bergen, Suchtberaterin und Fachbereichsleiterin der Sozialen Dienste. Während der Öffnungszeiten des Hauses der Diakonie Geldern am Ostwall 20, (montags bis donnerstags, 8 bis 16.30 Uhr, freitags bis 13.30 Uhr), können gebrauchte Spritzen gegen neue getauscht werden. Außerdem klärt die Diakonie über den Gebrauch von Naloxon-Nasenspray bei Überdosis auf. Sie informiert über die Substitution bei Opiatabhängigkeit und bietet dazu psychosoziale Begleitbetreuung an. Die Diakonie berät ebenso Angehörige von Suchtkranken und macht Angebote für Kinder aus suchtbelasteten Familien. Ansprechpartner der Suchtberatung sind im Haus der Diakonie, Ostwall 20 in Geldern erreichbar unter Telefon 02831/9130800.

Mitarbeitende der Suchtberatung: Yevgeniy Steinhauer und Petra van Bergen vor der Gedenkwand im Haus der Diakonie.Foto: privat