„Der Torwart“: Ein Denkmal für die Gründerväter
10. Januar 2026 · Goch

„Der Torwart“: Ein Denkmal für die Gründerväter

Robert Peters liest im Goli Theater aus seinem neuen Roman

GOCH. Ende Juni 1912 werden in Stockholm die Olympischen Spiele ausgetragen. Im Fußballturnier stellt die deutsche Mannschaft einen bis heute gültigen Rekord auf, sie bezwingt die Auswahl Russlands mit 16:0. In Berlin regiert Kaiser Wilhelm II..

Am 29. Juni feiert Antoine de Saint-Exupéry, der später als Autor („Der Kleine Prinz“) weltberühmt wird, seinen zwölften Geburtstag, und an eben diesem Tag gründen elf junge Gocher Männer im Lokal Lorenzen an der Mühlenstraße den Verein Viktoria. Er möge sich „der Pflege und Verbreitung des Fußballspiels widmen“, schreiben sie sich zur Gründung ins Stammbuch. Das tut er bis heute an der Basis dieses Sports.

Fritz Peters ist einer der Gründerväter dieses Traditionsvereins, und er war sein erster Torwart. Robert Peters hat ihm in seinem Buch „Der Torwart“ ein kleines Denkmal gesetzt, und er wird am Samstag, 24. Januar, 15.30 Uhr, im Goli-Theater aus dem Buch lesen. Den musikalischen Teil der Veranstaltung bestreitet der Gitarrist Ottmar Nagel, der das Publikum unter anderem mit dem Viktoria-Lied bekannt machen wird.

„Der Torwart“ ist das mittlerweile vierte Buch von Peters, das sich mit Gocher Themen beschäftigt. Zuvor erschienen bereits „Ich war doch nur ein Schmied“, „Sommer 1971“ und „Was für ein Theater. Eine Geschichte der Gocher Lichtspiele“. Alle wurden bereits bei Lesungen im Goli vorgestellt. Diesmal geht es um die Lebensgeschichte vom „langen Fritz“, es geht natürlich um die Geschichte der Viktoria, die im Jahr des Erscheinens von „Der Torwart“ in die Landesliga aufstieg, und es geht auch immer um die Entwicklung des Fußballs überhaupt.

Peters ist in Goch aufgewachsen, er hat für die Viktoria, TuS Kranenburg und Alemannia Pfalzdorf Fußball gespielt, und er ist lange Jahre als Sportjournalist ein Begleiter des großen Fußballs gewesen. Er war bei Welt- und Europameisterschaften und führte 20 Jahre die Sportredaktion der Rheinischen Post. Seit 1998 lebt er in Mönchengladbach. Ottmar Nagel ist ebenso wie Robert Peters in Goch groß geworden (natürlich auch in Viktorias Jugendabteilung). Bekannt wurde er als Musiker. Nagel hat 43 Jahre an der Musikschule Gitarrenschüler unterrichtet. Zehn Jahre war er stellvertretender Leiter der Musikschule des Rhein-Kreises, im Fachbereich verantwortlich für Saiteninstrumente. Deutschlandweite Bekanntheit erlangte er gemeinsam mit Lori Lorenzen im Duo „Alvorada“, das im Fernsehen auftrat, auf Europatournee ging und mehrere Platten aufnahm. Er gehört zu mehreren Bands, unter anderem zu „Ferry2Kerry“, die Irish Folk spielt. Heute lebt Ottmar Nagel in Viersen. Das Buch „Der Torwart“ richtet sich vor allem an Gocher, aber nicht nur an Fußballfans oder Viktoria-Anhänger. Es ist auch etwas für alle, die sich für an Personen erzählte Zeitgeschichte interessieren.

„Ganz zufällig“ ist die historische Persönlichkeit Fritz Peters ein Großonkel von Robert Peters, der so zum dritten Mal in seiner Autoren-Laufbahn (nach „Ich war doch nur ein Schmied“ und „Was für ein Theater) Impressionen aus dem Leben seiner Familie im Roman verarbeitet hat. Karten gibt es Vorverkauf zum Preis von zehn Euro online über die Goli-Homepage (www.golitheater.de) oder bei der Kultourbühne Goch im Haus zu den Fünf Ringen, per E-Mail an kultourbuehne@goch.de, oder unter Telefon 02823/320-202.