Eine Gruppe der Freien evangelischen Gemeinde Uedem war kürzlich in Uhlia zu Besuch.Foto: privat
22. April 2024 · Uedem

Der große Traum: Spielmobil für ukrainische Waisenkinder

Freie evangelische Gemeinde Uedem startet Spendenaktion – Hilfstransporte im Juni und November

UEDEM. Die Freie evangelische Gemeinde (FeG) Uedem startet in diesen Tagen eine besondere Spendenaktion, zu der sie alle Bürger in und um Uedem einlädt. „Wir haben einen Traum: Wir möchten, dass die vielen Waisenkinder in dem ukrainischen Ort Uhlia wieder mehr Kind sein dürfen, wieder mehr lachen, spielen, toben und fröhlich sein dürfen“, bringen es Johannes Jugelt und Gerwin Weber auf den Punkt. Sie gehören zu den Initiatoren der Aktion und waren für die FeG Auslandshilfe selbst in der Ukraine, um Hilfsgüter dorthin zu transportieren. „Uhlia ist ein Dorf in den Transkarpaten, im Westen der Ukraine, nahe der Grenze zu Rumänien“, berichtet Johannes Jugelt. „Die Gegend gilt als sicher, deshalb wurden viele Waisenkinder aus dem Osten der Ukraine dorthin gebracht, um sie vor dem Krieg zu schützen. Allerdings sind die Unterkünfte oftmals nicht auf so viele Kinder vorbereitet und es fehlt an vielen Dingen.“

Unbeschwerte Momente

Zuletzt war Gerwin Weber mit einer Gruppe der FeG Uedem vor Ort, um sich ein Bild von den Umständen zu machen. „Den Kindern fehlt es an Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten“, berichtet er. „Die brauchen sie aber, um trotz des Krieges wenigstens ein paar unbeschwerte Momente zu erleben.“

Um den Kindern genau solche Momente zu bescheren, wurde in der FeG Uedem nun eine Projektidee geboren: „Wir wollen ein ‚Spielmobil‘ beschaffen, das mit Hüpfburg, Spielen, Bällen, Popcorn-Automat und anderen Dingen ausgestattet ist und die Waisenhäuser in der Region Uhlia regelmäßig besucht“, berichten Jugelt und Weber. Geboren wurde diese Idee zusammen mit der ukrainischen Hilfsorganisation „U4C“, die die Waisenkinder in Uhlia bereits regelmäßig besucht und mit Hilfsgütern versorgt. „U4C“ steht als Abkürzung für „Uniting for Children“, zu deutsch: „Gemeinsam für Kinder“.

Zusammen mit den ukrainischen Partnern möchten die Initiatoren der Spendenaktion die Idee des „Spielmobils“ Wirklichkeit werden lassen – und deshalb sammeln sie Spenden in Deutschland. „Auch kleine Spenden können schon helfen“, sagen Jugelt und Weber. „Mit den ersten Spenden wollen wir günstige Spielmöglichkeiten für die Kinder finanzieren, die wir sehr schnell in die Ukraine bringen können. Dafür reichen schon kleine Summen. Wenn genug Geld zusammenkommt, wollen wir einen Anhänger finanzieren, in dem alle Spielgeräte und die Hüpfburg Platz finden und der dann von Waisenhaus zu Waisenhaus fährt.“ Insgesamt würden rund 20.000 Euro benötigt, wie die Begründer der Aktion berechnet haben.

Beteiligung

In diesen Tagen werden daher Schulen, Kindergärten und Unternehmen in und um Uedem angeschrieben und dazu eingeladen, sich an der Aktion zu beteiligen. „Wir möchten das auf breite Füße stellen“, begründen Jugelt und Weber. „Alle können mitmachen, indem sie zum Beispiel eine Sammelaktion in ihrer Schule, im Kindergarten, am Arbeitsplatz oder in ihrem Verein starten.“ Wenn viele mitmachen, so hoffen die Initiatoren, wird das Geld für die ersten Spiele und vielleicht auch die gesamte Summe schnell zusammenkommen. Im Juni und im November sind dann weitere Hilfstransporte in die Ukraine geplant, mit denen die Spielmobil-Ausstattung auf die Reise gehen soll.

Wer sich über die Aktion noch näher informieren möchte, findet auf der Homepage der FeG Uedem unter www.feg-uedem.de/auslandshilfe weitere Angaben, auch zum Spendenkonto. Alle Spender erhalten natürlich auf Wunsch eine Spendenquittung, dazu sollten Name und Adresse bei der Überweisung angegeben werden.

Eine Gruppe der Freien evangelischen Gemeinde Uedem war kürzlich in Uhlia zu Besuch.Foto: privat