„Das Glück der Erde...“
Susanne Wingels stellt ihr Romandebüt „Pferdefreunde – Abenteuer auf dem Mühlenhof“ vor
BEDBURG-HAU. „Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde“. Hat schon Friedrich von Bodenstedt (1819-1892) gesagt. Streng genommen kam dahinter noch ein „in Gesundheit des Leibes und am Herzen des Weibes“, aber darum soll es jetzt nicht gehen. Egal, ob man mit Black Beauty, Bibi und Tina oder der Pferdeflüsterer-Academy groß geworden ist – es gibt sicher für (fast) jedes Mädchen eine Zeit, in der sich alles um diese wunderbaren Tiere dreht. Für die Hasselter Autorin Susanne Wingels Grund genug, in ihr „13-jähriges Ich“ zu schlüpfen. Mit „Pferdefreunde – Abenteuer auf dem Mühlenhof“ hat sie sich selbst einen Traum erfüllt. Reinlesen lohnt sich.
„Jeder sollte in seinem Leben stets ein bisschen Ponyhof haben“, findet Wingels, die jetzt im Medu Verlag ihren ersten Roman veröffentlicht hat. Bekannt ist sie eigentlich für ihre Freizeitführer rund um Niederrhein, Eifel und Münsterland. Zuletzt hat sie in der „Landglück“-Reihe des Klartext-Verlags „Wanderungen zu Hofläden und Hofcafés am Niederrhein“ vorgestellt. Die Nachfrage war so groß, dass nach wenigen Wochen schon die zweite Auflage in den Druck ging. Doch zurück zum Ponyhof. Der lag nämlich schon länger in Wingels‘ Schublade. „Angefangen habe ich mit dem Roman 2009, als meine ältere Tochter im Reitstall das kleine Hufeisen gemacht hat“, blickt sie zurück. Streng genommen waren es die stylischen Outfits einer jungen Reiterin. „Ich als Mama war davon total begeistert“, erzählt sie. Damit war Sybil „geboren“, eine der sechs Protagonisten, die in wechselnden Erzählperspektiven eine turbulente Ferienwoche erleben. Als Kind ist Wingels selber mal in Reiterferien gewesen. Und sie liebt es auch heute noch, ab und an eine Runde auszureiten und die Natur zu genießen. „All diese Erfahrungen fließen natürlich mit ein, wenn man sich an einen Pferderoman macht“, sagt sie. Sie sagt aber auch, dass es in „Pferdefreunde“, mal ganz abgesehen von pubertätsbedingten Zickereien, einer hinreißenden Fohlengeburt, der ausgebüchsten Pferdeherde und einem dramatischen Unfall, eigentlich um mehr geht. Um Freundschaft nämlich. „Das war für mich sehr spannend, weil da ganz unterschiedliche Charaktere aufeinander treffen – und am Ende der Woche ist keiner von ihnen mehr der Mensch, der er am Anfang gewesen ist“, erzählt Wingels. „Es geht um Toleranz und darum, andere so zu nehmen, wie sie sind.“ Wer Susanne Wingels‘ Bücher kennt, der weiß, dass auch „Pferdefreunde“ eine klare Struktur haben muss. Da wären zum einen die wechselnden Erzählperspektiven, zum anderen die Gliederung. Wingels beschreibt acht Tage Reiterferien, also gibt es acht Kapitel. Und jeder Tag birgt ein neues Abenteuer. Geeignet ist das Buch für Leser ab zehn Jahren, „aber eigentlich kann sich jeder darin wiederfinden, der mal zehn Jahre alt gewesen ist“, findet die Autorin, die im Zuge ihres Romandebüts immer wieder gern regen Austausch mit ihrem „13-jährigen Ich“ hatte. Was sie freut: Bislang gab es nur positive Reaktionen auf „Pferdefreunde“, weshalb eine Wiederholung nicht ausgeschlossen ist. Da gibt es sicher noch einige spannende Geschichten, die sich erzählen ließen...
Erhältlich ist „Pferdefreunde – Abenteuer auf dem Mühlenhof“, 184 Seiten, für 12,95 Euro im Buchhandel.
Verlosung: Die NN verlosen drei Exemplare von „Pferdefreunde – Abenteuer auf dem Mühlenhof“. Einfach eine E-Mail mit Name, Anschrift, Telefonnummer und dem Betreff „Pferdefreunde“ an gewinnspiel@nn-verlag.de senden. Einsendeschluss ist der 25. Mai. Die Gewinnernamen werden unter www.niederrhein-nachrichten.de veröffentlicht.
Susanne Wingels mit ihrem Roman „Pferdefreunde“, den sie in der Klever Buchhandlung Hintzen vorgestellt hat. NN-Foto: vs