Die Main-Stage des Parookaville-Festivals 2025 in Weeze nach einem Entwurf von Friedel Dahlmann. Wer genau hinschaut, entdeckt auch die Disco-Kugel. NN-Foto: Gerhard Seybert
22. Januar 2025 · Kevelaer

Da staunt selbst Bill Parooka

Friedel Dahlmann hat die Main-Stage des Parookaville-Festivals als Miniaturlandschaft gebaut

WINNEKENDONK. Die Main-Stage ist aufgebaut, die Niederrhein Nachrichten dürfen erste Fotos machen und das bestens gehütete Geheimnis lüften: die Gestaltung der Hauptbühne (Main-Stage) des Parookaville-Festivals 2025 auf dem Gelände des Airport Weeze.

Zu sehen ist sie im Keller von Friedel Dahlmann (75), dem nimmermüden Tüftler und Gestalter von Miniatur-Landschaften. Ein kleiner Weihnachtsmann mit Disco-Kugel brachte Friedel Dahlmann auf eine Idee. „Die Kugel könnte ich schön integrieren“, dachte er. Samt Weihnachtsmann war sie Bestandteil eines Geschenkkörbchens, das die Schwiegertochter der Dahlmanns den Eheleuten nach Hause brachte, als die beiden stark erkältet waren. Der Anblick der Kugel setzte Friedel Dahlmanns schier unerschöpfliche Phantasie in Gang. „Im Internet habe ich mir Filme über das Festival angesehen und beschlossen, die große Bühne zu bauen.“ Dort sah er in seiner Vorstellung die Disco-Kugel glitzern. Dahlmann machte sich ans Werk. Möglichst detailgetreu sollte die Bühne werden. So fertigte er unter anderem das Pult an, auf dem die DJs auflegen. Ebenso die dazu gehörigen Lautsprecher. „Die notwendigen Laubsäge-Arbeiten übernahm unser Mieter Peter“, so Dahlmann. Wunderkerzen sorgen für Festival-Stimmung auf der Miniatur-Anlage. Auch an Bill Parooka hat der Tüftler gedacht. Der Gründervater des Festivals schaut sich das Treiben auf der Bühne mit heiterer Gelassenheit an. Stolz ist Dahlmann auf seine jüngste Errungenschaft für die Main-Stage: die Nebel-Maschine. „Alle Besucher, die die Hauptbühne bisher gesehen haben, sind begeistert“, freut sich Dahlmann. Gerne lässt er seine Gäste Rätsel lösen. Beispielsweise: „Wie viele Enten schwimmen auf dem Teich? Welche Farbe hat die Jacke des Mannes, der hinter dem Busch steht?“ Wer glaubt, dass sich Dahlmann nach Fertigstellung der Parookaville-Bühne erst einmal ausruhte, der irrt. Schon ging es an das nächste Projekt: das Gradierwerk im Solegarten St. Jakob auf der Hüls in Kevelaer. Das Dach zeigt originalgetreu die Form einer Jakobsmuschel. Die Reisigzweigen, an denen die Sole verdunstet, münden in ein Wasserbecken. Selbst den Barfuß-Pfad hat Friedel Dahlmann angelegt. Zuletzt entstand das Inhalatoriums. „Jetzt habe ich keinen Platz mehr im Keller“, sorgt sich Dahlmann, der begeisterte Tüftler und Bastler. Wer in seinem Keller zu Besuch ist, kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus und fühlt sich beim Anblick der zahlreichen Miniatur-Landschaften wie ein Kind beglückt.

Kerstin Kahrl

Die Main-Stage des Parookaville-Festivals 2025 in Weeze nach einem Entwurf von Friedel Dahlmann. Wer genau hinschaut, entdeckt auch die Disco-Kugel. NN-Foto: Gerhard Seybert