Cold cases aus der Römerzeit
Sonntagsführung am kommenden Sonntag, 2. Februar, 11 Uhr, im LVR-RömerMuseum
XANTEN. Cold cases aus der römischen Kaiserzeit stellt Sabine Leih in ihrer Sonntagsführung im LVR-RömerMuseum am kommenden Sonntag, 2. Februar, vor. Die Archäologin geht streiflichtartig den Todesursachen ausgewählter Kaiser des ersten bis dritten Jahrhunderts nach Christus auf dem Grund. Denn trotz oder gerade wegen der großen Fülle antiker Quellen wirft das Ableben vieler römischen Kaiser Fragen auf. Nach dem goldenen Zeitalter unter Kaiser Augustus und Jahrhunderten des Wachstums bot das Imperium im dritten Jahrhundert nach Christus nur noch einen schwachen Abglanz seiner einstigen Größe. Die Gier nach dem Thron und allumfassender Macht war ausgeprägt. Kaiser liefen ständig Gefahr aus dem Weg geräumt zu werden, auch von ihren engsten Vertrauten. Kaum ein Kaiser starb auf natürliche Weise. Einige von ihnen erwarteten ihr nahendes Ende, andere wollten ihr drohendes Ableben nicht wahrhaben, wieder andere hielten sich für Götter und glaubten sich unsterblich – bis sie eines Besseren belehrt wurden. Doch welche Möglichkeiten gab es überhaupt, sich eines Kaisers zu entledigen? Die Führung ist im normalen Eintrittspreis enthalten und beginnt um 11 Uhr im LVR-RömerMuseum.
Hadrian in kaiserlicher Runde – nur wenige von ihnen starben im Bett. Foto: Axel Thünker DGPh