Hans Hohl hat eine Leidenschaft für den Tourensport und freut sich auf die dritte Ausgabe vom „Cleverland Classic“. Foto: J. Kurschatke
11. Juli 2025 · Niederrhein

Cleverland Classic: Mit dem Oldtimer quer durch den Niederrhein

Die Rallye findet am 10. August statt / Anmeldungen sind noch möglich

NIEDERRHEIN. Einmal im Jahr bietet der CAC – Clever-Automobil-Club – Besitzern von Oldtimern die Chance, ihr Gefährt für eine ausgiebige Rallye zurück auf die Straße zu bringen. Beim sogenannten „Cleverland Classic“, bewältigen die Teilnehmenden auf einer bis zu 140 Kilometer langen Strecke durch den Kreis Kleve und Wesel diverse Aufgaben. Nur wer am Ende das nötige Feingefühl, Aufmerksamkeit und Scharfsinn beweist, sichert sich einen Platz auf dem Treppchen. Am Sonntag, 10. August ist es nun wieder so weit. Anmeldungen sind noch möglich.

Es ist der dritte Cleverland Classic, den Hans Hohl und Norbert Gries vom CAC gemeinsam mit ihren Vereinsfreunden organisieren. Doch erst blicken sie zurück auf das vergangene Jahr: „Der Cleverland Classic 2024 war unproblematisch und vom Ehrgeiz gepackt“, betont Gries eingehend. Etwa 67 motivierte Teilnehmer seien es gewesen, die mit ihren 70 bis 20 Jahre alten Autos den Niederrhein unsicher gemacht hatten. Auch Youngtimer sind bei jedem Cleverland Classic zugelassen, werden allerdings in ihrer eigenen Kategorie gewertet.

Sich jedes Jahr wieder eine neue Strecke und vor allem Aufgaben zu überlegen sei nicht einfach, beschreiben Hohl und Gries weiter, daher begannen die Vorbereitungen für dieses Jahr bereits im vergangenen November. „Die Strecke und Aufgaben haben wir uns wieder gemeinsam ausgedacht. Wenn man schon so lange im Tourensport dabei ist, weiß man, worauf man achten muss. Die Schwierigkeitsgrade lassen sich beliebig variieren. Als Veranstalter möchte man die Teilnehmer natürlich reinlegen. Wenn es zu einfach wäre, würde es keinen Spaß machen“ – und verfehle den Sinn hinter der Oldtimer-Rallye, bei der Aufmerksamkeit und Geschicklichkeit wichtiger seien als die Fahrt selbst.

Trotzdem, etwas haben die beiden aus 2024 gelernt: „Wir haben in diesem Jahr eine Kategorie dazu genommen, damit es für alle Beteiligten fairer abläuft. Jetzt kann man sich auch für die Kategorie Sport anmelden. Vorher gab es nur die Kategorie Touristik und Tourensport“,
erklärt Hohl.

Die Kategorie Touristik ist besonders geeignet für Gelegenheitsfahrer und Erst-Teilnehmer. Sie fahren hier nach „Chinesenzeichen“, also Symbole die an chinesische Schriftzeichen erinnern und die Richtung von Punkt zu Pfeil vorgeben. Die Kategorie Tourensport war bislang die, in der sich erfahrene Teilnehmer miteinander gemessen hatten, darunter eben auch solche die schon jahrelang an Oldtimerrallyes in ganz Deutschland teilnehmen. Sie fahren nach Landkarten, die ihnen mit Markierungen den Weg zeigen. Hier kommt es auf Feinheiten und Details an. Wer falsch abbiegt, verliert nicht nur Zeit, sondern versäumt auch wichtige Nummern an der Strecke, die in eine Bordkarte eingetragen werden müssen: Eine vollständige Bordkarte ist Voraussetzung für eine positive Wertung oder auch den Sieg. Jetzt mit der Kategorie Sport haben genau diese routinierten Fahrer ebenfalls ihren eigenen Schwierigkeitsgrad.

Zusätzlich müssen alle Fahrer an verschiedenen Punkten auf der Strecke durch Lichtschranken in einem vorgegebenen Zeitraum fahren. Hier ist das eigene Zeitgefühl gefragt. „Bei diesen Aufgaben werden Sie zu sehr hoher Wahrscheinlichkeit bei jedem Teilnehmer andere Ergebnisse sehen. Das ist es, was die Fahrer am Ende voneinander unterscheidet und die Auswertung so spannend macht. Das würde es nicht geben, wenn alle einfach nur die Strecke abfahren würden“, betont Norbert Gries.

Anmeldungen sind noch bis eine Woche vor dem Start, also bis Sonntag, 3. August möglich. Teilnehmende zahlen dafür 100 Euro. Darin inbegriffen ist ein Beifahrer, ein Frühstück am Starttag sowie benötigte Materialien und Gebühren, die für Sicherheitschecks vorab anfallen. Alle teilnehmenden Autos werden vor dem Start auf ihre Verkehrssicherheit geprüft. Wer nach der Rallye noch an einem gemeinsamen Abendessen mit den anderen Fahrern teilnehmen möchte, zahlt 20 Euro extra. Start und Ziel ist wieder der Parkplatz vor dem Kolpinghaus in Goch. Fahrer werden gebeten, zwischen 8.30 und 9.30 Uhr einzutreffen, Start ist um 10.30 Uhr. Die Rallye sollte in vier bis fünf Stunden absolviert werden, um sich für die finale Wertung zu qualifizieren. Weitere Informationen unter www.cleverac.de.

Auch Zuschauer sind erwünscht. So können sich Besucher, die sich für Oldtimer interessieren, vor dem Start am Kolpinghaus umschauen. Auch im vergangenen Jahr sorgte das für viel Gesprächsstoff, wie Gries und Hohl abschließend berichten: „Es waren einige Besucher vor Ort. Interessanterweise haben sich die meisten nicht für die alten Luxusfahrzeuge interessiert, sondern für Autos, zu denen sie einen persönlichen Bezug hatten. Sätze wie ‚den hat mein Opa auch gehabt‘ hat man dort sehr oft gehört.“

Hans Hohl hat eine Leidenschaft für den Tourensport und freut sich auf die dritte Ausgabe vom „Cleverland Classic“. Foto: J. Kurschatke