"Annika streichelt ein Faultier, Naturerlebnis, Tierbegegnung, NN-Foto von Rüdiger Dehnen"
19. August 2026 · Kleve

Carlo, das Weihnachtsfaultier

Wie wär`s mit einer Tierpatenschaft als Geschenk?

KLEVE. Annika Jaspers ist eine vielbeschäftigte junge Dame. Nach den Sommerferien beginnt ihre gymnasiale Karriere am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, aber vorher ist Entspannen angesagt. In der Freizeit spielt Annika Volleyball, Badminton und Geige. Ihre Zeugnisse sind – sagt Papa Stefan – langweilig: lauter Einser. (Es gibt Schlimmeres.)

Das Weihnachtsfaultier

Weihnachten 2024 hatten Mama Sandra und Papa Stefan ein besonderes Geschenk für ihre Tochter: Eine Patenurkunde vom Tiergarten. Die Patentiere: Faultier. „Faultiere sind ja eigentlich gar nicht faul“, sagt Annika und Mama Sandra nickt. Annika sagt: „Ich mag Affen.“ Immerhin: Faultiere sind ja auch auf Bäumen unterwegs. So kommt eins zum anderen. Die Tierpatenschaften im Klever Tiergarten sind seit einiger Zeit nicht mehr an ein spezielles Tier gebunden, sondern an eine Tierart. Trotzdem ist Annikas Patenfaultier der Carlo. Frieda – die Zweite im Gehege – weiß davon nichts. „Ich denke, die wenigsten Besucher können die beiden unterscheiden“, sagt Annika. Sie kann es. Es hat etwas mit den Flecken und Haardichte zu tun. „Das ist mir auch erst später aufgefallen“, sagt Annika.

Ylvi und Horst-Dieter

Zuhause haben die Jaspers einen Golden Retriever. Der heißt Ylvi. „Ylvi heißt die Freundin von Wicki“, klärt Annika mich auf. Und wer geht Gassi mit Ylvi? „In den Ferien mache ich das“, sagt Annika, „und sonst kümmert sich mein Papa.“ Demnächst wird Annika noch zwei oder drei oder vier Meerschweinchen bekommen. Für drei – alles Jungs – hat sie schon Namen ausgewählt: Hansi, Freddy und Horst-Dieter. Das zeugt von Phantasie und Humor. Die Faultierpatenschaft ist übrigens eine Dauerpatenschaft. Die Mama hat eine Email an den Tiergarten geschrieben und die Patenurkunde hängt – wo sonst? – in Annikas Zimmer.

Musik

Zuletzt war die junge Dame übrigens anlässlich der Premiere der tierischen Sommerabende im Tiergarten. Musik ist übrigens nicht nur für Annika wichtig. Papa Stefan spielt Keyboards in einer Band und „gaanz, gaanz, gaanz viel früher hat er auch mal Geige gespielt.“ Mama Sandra hat mal Gitarre gelernt.

Tischlerin oder Ingenieurin

Denkt jemand wie Annika auch schon über die nachschulische Zukunft nach? Tut sie. Berufswünsche: Tischlerin. Oder Ingenieurin. Das wäre dann mal eine Ansage. In Mathe ist sie – natürlich – sehr gut und Zeichnen tut sie auch gern. Jetzt – zum Pressetermin – darf Annika ins Faultiergehege. Höhepunkt der „Veranstaltung“: Faultierfütterung. Der unkundige Reporter kann nicht sehen, wen die Annika gerade füttert. Ist es Carlo, oder ist es Frieda? Macht ja nix. Zu sehen ist aber: Das hier ist ein besonderer Moment.

Annika und „ihr“ Faultier. NN-Foto: Rüdiger Dehnen