"Kunstfreunde bei Ausstellungseröffnung in Bücherei Bienen, lebhafte Besuchergruppe vor Kunstwerken"
9. Juli 2026 · Rees

Bücherei Bienen eröffnet erste Kunstausstellung

Gedenken an Künstlerin Roswitha Lohmann und neue kulturelle Perspektiven im Dorf

BIENEN. Die Bücherei Bienen ist erstmals Ausstellungsort für bildende Kunst. Zahlreiche Kunstfreunde kamen in die kleinste Bücherei im Reeser Stadtgebiet zur Eröffnung einer Ausstellung mit Werken der Ende Januar verstorbenen Künstlerin Roswitha Lohmann. Die Veranstaltung verband die Würdigung ihres künstlerischen Schaffens mit einem Blick auf die Geschichte und Entwicklung der Bücherei als kulturellen Treffpunkt des Dorfes.

In ihrer Begrüßung hob Anne Doppstadt die besondere Bedeutung des Hauses hervor. Das Gebäude diente ursprünglich als Volksschule und wird seit Ende der 1960er-Jahre als Bücherei genutzt. Über mehr als zwei Jahrzehnte prägte Roswitha Lohmanns Ehemann Jürgen Lohmann als Leiter die Einrichtung. Vielen Bienener Kindern ist er bis heute als „Onkel Jürgen“ in Erinnerung geblieben, der ihnen mit großem Engagement die Freude am Lesen vermittelte, viele Kinder verbrachten ganze Nachmittage in der Bücherei.

Bücherei Bienen vor drei Jahren umfassend renoviert

Nach einer umfassenden Renovierung vor drei Jahren präsentiert sich die Bücherei heute als moderner und einladender Ort der Begegnung. Möglich wurde dies durch den Einsatz der Heimatfreunde Bienen-Grietherbusch-Grietherort sowie die Unterstützung der Stadt Rees. Neben der Ausleihe von Büchern finden hier regelmäßig Vorlesestunden, Lesungen und weitere kulturelle Veranstaltungen statt.

Mit der Ausstellung der Werke von Roswitha Lohmann wurde nun ein neues Kapitel aufgeschlagen. Erstmals sind die Räume der Bücherei Schauplatz einer Kunstausstellung. Das ist ein besonderer Moment, denn Kunst eröffnet neue Perspektiven. Sie lädt uns ein, genauer hinzusehen, innezuhalten und die Welt mit anderen Augen zu betrachten. Bilder können Geschichten erzählen, Emotionen wecken und Gedanken anstoßen – ganz ohne Worte.

Besonderer Dank an Gerfried Schell und Maria Baumann

Ein besonderer Dank galt Gerfried Schell und Maria Baumann, die die Präsentation der Werke ermöglicht haben und damit dazu beitragen, das künstlerische Erbe Roswitha Lohmanns einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ihre Werke bereichern diesen Raum und geben uns die Möglichkeit, ihre Kunst zu erleben. Eine Ausstellung lebt nicht nur von den Bildern selbst, sondern auch von den Menschen, die sie betrachten, sich austauschen und ihre eigenen Eindrücke mitbringen.

Die Ausstellung bietet den Besuchern Gelegenheit, die vielfältigen Arbeiten der Künstlerin kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Interessierte haben zudem die Möglichkeit, einzelne Bilder zu erwerben. Ansprechpartner hierfür ist Gerfried Schell, der auch Besichtigungstermine außerhalb der regulären Öffnungszeiten der Bücherei vermittelt.

"Menschen bei Gesprächen auf einer Eröffnungsveranstaltung, Networking, Austausch"

Zeit für Austausch und Gespräche im Rahmen der Eröffnung. Foto: privat

Musikalisch begleitet wurde die Eröffnung von Ilka Lange, die mit den Klängen einer orientalischen Kniegeige für einen besonderen Rahmen sorgte.

Ein weiterer Dank ging an Ulli Kappes, die Leiterin der Bücherei. Sie wurde für ihr großes organisatorisches Engagement und ihren Einsatz gewürdigt, durch den die Bücherei heute als lebendiger und gemütlicher Treffpunkt im Dorf wahrgenommen wird.

Einführung in Leben und Wirken von Roswitha Lohmann

Die Einführung in das Leben und Wirken der Künstlerin übernahm anschließend ihre langjährige Freundin Cäcilia Schmitz. Anhand zweier Bilder von Roswitha Lohmann die Cäcilia Schmitz aus ihrem eigenen Fundus mitgebracht hatte, näherte sie sich ihrem künstlerischen Schaffen an. Sie ließ die Zuhörer an Roswitha Lohmanns „Gedanken zu meiner Malerei“ teilhaben und berichtete von ihrem Austausch mit der Künstlerin auf gemeinsamen Reisen.

Die Veranstalter hoffen, dass die Ausstellung den Auftakt zu einer Reihe weiterer kultureller Veranstaltungen in der Bienener Bücherei bildet. Das ehemalige Schulgebäude habe sich über die Jahrzehnte immer wieder gewandelt – von der Schule zur Bücherei und nun auch zu einem Ort der Kunst. Damit, so der Tenor der Eröffnung, unterstreicht die Dorfgemeinschaft ihre Lebendigkeit und Zukunftsfähigkeit.

Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten der Bücherei sowie nach Vereinbarung besichtigt werden. Die Öffnungszeiten sind: Sonntag von 10.30 bis 13 Uhr und Dienstag von 16 bis 18 Uhr.

Zahlreiche Kunstfreunde kamen zur Ausstellungseröffnung in die Bücherei Bienen. Foto: privat