Bei der Unterzeichnung (v.l.): Henk van de Zand (Beirat, Haus der Begegnung-Beth HaMifgash), Michael Meuten (Vorstand und Beirat, Haus der Begegnung-Beth HaMifgash), Sietse Jager (Direktor Museumpark Orientalis), Walter Hamers (Vorstand, Museumpark Orientalis) und Thomas Ruffmann (Vorstand und Beirat, Haus der Begegnung-Beth HaMifgash). Foto: privat
17. März 2025 · Kleve

Brücken bauen für eine vielfältige Zukunft

Kooperation zwischen Haus der Begegnung und Museumpark Orientalis

NIEDERRHEIN. Der Verein Haus der Begegnung-Beth HaMifgash (Kleve) und der Museumpark Orientalis (Heilig Landstichting, Niederlande) haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um gemeinsam noch mehr „Brücken zu bauen“. Beide Organisationen setzen sich dafür ein, kulturelle (Bildungs-)Aktivitäten für Deutsche, Niederländer und Neubürger in der Grenzregion zu entwickeln. Die Aktivitäten tragen zur Förderung des Zusammenlebens in Vielfalt bei.

Die Fortsetzung der Zusammenarbeit ist aus dem Projekt „Brücken bauen“ hervorgegangen, das im Dezember 2024 ins Leben gerufen wurde. Ziel dieses Projekts war es, interkulturelles Verständnis zu fördern und Verbindungen zwischen verschiedenen Gemeinschaften, insbesondere zwischen Jugendlichen aus unterschiedlichen Hintergründen, zu schaffen. Das Projekt konzentrierte sich darauf, andere Kulturen, Religionen und Weltanschauungen kennenzulernen und zu erfahren, um in unserer immer vielfältiger werdenden Gesellschaft Respekt und Verständnis zu entwickeln. Durch interaktive Workshops, Kunstprojekte und Dialoge wurde versucht, die Kluft zwischen den Gemeinschaften zu überwinden und eine Plattform für gemeinsame Reflexion und Bildung zu bieten. Haus der Begegnung-Beth HaMifgash und Museumpark Orientalis sind bestrebt, ihre Zusammenarbeit fortzusetzen. Das Programm, das als Pilotprojekt eingeführt wurde, hat sich als erfolgreich erwiesen. Es hat Teilnehmer aus der Grenzregion dazu ermutigt, bedeutende Fragen zu Kultur, Religion, Menschenbildern, Weltanschauungen sowie den damit verbundenen Werteorientierungen und gesellschaftlichen Phänomenen zu stellen. Gerade in dieser Zeit müsse man weiterhin reflektieren und Fragen stellen, um sicherzustellen, dass Freiheit nicht selbstverständlich ist, sondern mit Sorgfalt und Verantwortung genutzt wird, um eine friedlichere und gerechtere Gesellschaft zu schaffen.

Im Programm „Brücken bauen“ entwickeln die Teilnehmer die Fähigkeit, eine gut fundierte Position einzunehmen, diese zu verteidigen und respektvoll mit Kritik umzugehen. Sie lernen, kulturelle und philosophische Standpunkte in ihrem eigenen Kontext anzuwenden und erleben aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen im Bereich der Interkulturalität und Interreligiosität. Das Programm hilft ihnen, Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Veränderungen in Kultur und Lebensphilosophie zwischen den Niederlanden, Deutschland und den Herkunftsländern der Neubürger zu verstehen, mit dem Schwerpunkt auf respektvollem Zusammenleben in Vielfalt.

Haus der Begegnung-Beth HaMifgash in Kleve, Deutschland, ist eine Organisation, die sich der Förderung des interkulturellen und interreligiösen Austauschs und der Zusammenarbeit widmet. Die Organisation bietet eine Plattform für Dialog und Verständnis zwischen verschiedenen Kulturen und Religionen, insbesondere zwischen Niederländern, Deutschen und Neubürgern in der Grenzregion. Mifgash organisiert Aktivitäten, Workshops und Veranstaltungen, die darauf abzielen, Respekt, gegenseitiges Verständnis und das Zusammenleben in Vielfalt zu fördern. Das Ziel von Mifgash ist es oft, Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen zusammenzubringen und ihnen zu helfen, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Kultur und Lebensphilosophie zu erkunden. Dies geschieht durch Bildungs- und Kulturprogramme, die darauf ausgerichtet sind, gegenseitigen Respekt zu fördern und Fähigkeiten zu entwickeln, um effektiv in einer multikulturellen Gesellschaft zusammenzuarbeiten.

Museumpark Orientalis, in der nähe von Nimwegen, ist ein Begegnungsort, der Raum bietet, um über die Kunst der Besinnung und die Suche nach dem Sinn des Lebens nachzudenken. Ein Ort, an dem du den Pilger in dir selbst entdecken kannst, ein Ort mit einer einzigartigen Landschaft, kulturellem Erbe und vielfältigem Angebot. Das Museumpark ist auch der physische Schmelztiegel, in dem geistige Unterstützung stattfindet und neue Initiativen entstehen. Ein Ort, an dem jährlich über 60.000 Menschen in Verbindung mit verschiedenen Kulturen und miteinander gebracht werden und wo sie miteinander in Dialog treten. Museumpark Orientalis arbeitet dabei mit vielen gesellschaftlichen Partnern zusammen, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Museumparks.

Bei der Unterzeichnung (v.l.): Henk van de Zand (Beirat, Haus der Begegnung-Beth HaMifgash), Michael Meuten (Vorstand und Beirat, Haus der Begegnung-Beth HaMifgash), Sietse Jager (Direktor Museumpark Orientalis), Walter Hamers (Vorstand, Museumpark Orientalis) und Thomas Ruffmann (Vorstand und Beirat, Haus der Begegnung-Beth HaMifgash). Foto: privat