Bodo Wißen möchte für die SPD im Kreis Kleve im nächsten Jahr als Bundestagskandidat kandidieren. Foto: privat
8. November 2024 · Niederrhein

Bodo Wißen (SPD) ist bereit für den Bundestagswahlkampf

SPD Kreis Kleve und ihr designierter Kandidat äußern sich zum „Ampel-Aus“

KREIS KLEVE. Jetzt kamen die Vorstandsmitglieder der SPD Kreis Kleve zu einer Online-Sondersitzung zusammen. Grund für das Treffen war das Ende der Ampel-Koalition in Berlin am Abend zuvor.

„Es ist gut, dass Bundeskanzler Olaf Scholz für Klarheit gesorgt hat. Er hat Führungsstärke bewiesen. Er stellt das Wohl des Landes vor dasjenige der Partei, wie es sein Amtseid von ihm verlangt. Die Unzuverlässigkeit von Herrn Lindner (Christian Lindner, von Scholz entlassener Finanzminister der FDP; Anm. d. Red.) war nicht mehr zu ertragen. Ihm war schon länger nicht mehr zu trauen. Mit Lindner war kein Staat mehr zu machen. Wir brauchen jetzt dringend Entlastungen für Familien und müssen die Wirtschaft unterstützen, um Arbeitsplätze zu sichern. Stromkosten sollen gesenkt werden, die ,kalte Progression‘ soll abgemildert werden, damit die Menschen nach einer Lohnerhöhung mehr in der Tasche haben, die Renten sollen gesichert werden. Wir müssen unsere Schienen, Straßen und Brücken sanieren. Wir müssen notwendigerweise auch mehr Geld in unsere Verteidigung und damit in unsere Sicherheit investieren. Dazu gehört natürlich auch die Unterstützung der Ukraine. Äußere, innere und soziale Sicherheit gehören zusammen“, sagt Bodo Wißen, designierter SPD-Bundestagskandidat und stellvertretender Vorsitzender der SPD Kreis Kleve.

„Ehrlich gesagt, bin ich erleichtert. Dieses Hin und Her war keinem mehr zu vermitteln. Insbesondere die Lindner-FDP hatte immer nur ihre eigenen Interessen im Blick. Ich glaube, Herr Lindner hat sich verzockt. Das sieht man auch daran, dass sein ehemaliger Parteifreund Volker Wissing Bundesverkehrsminister bleibt und zudem das Justizressort mit übernimmt“, sagt Vera van de Loo, stellvertretende Vorsitzende der SPD Kreis Kleve.

„Es ist klar, dass eine Regierung aus drei Partnern immer bedeutet, dass Kompromisse gemacht werden müssen. Eine Regierung setzt man nicht leichtfertig aufs Spiel. Trotzdem gibt es auch Grenzen, wenn es keinerlei Vertrauen mehr gibt und eine ernsthafte Regierungsarbeit nicht mehr möglich ist“, erklärt Thorsten Rupp, Vorsitzender der SPD Kreis Kleve, der seine Partei gut für den kommenden Wahlkampf aufgestellt sieht: „Wir stehen jetzt in den Startlöchern. Die Kreis Klever SPD wird gut vorbereitet in den Wahlkampf gehen. Die SPD hat schon in schwierigeren Situationen bewiesen, dass sie kämpfen und gute Ergebnisse erzielen kann“.

Am 21. November wollen die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in einer Vollversammlung zusammenkommen, um ihren Bundestagskandidaten zu wählen. Bodo Wißen war bereits vorher einstimmig vom SPD-Kreisvorstand als SPD-Bundestagskandidat für den Bundestagswahlkreis Kreis Kleve vorgeschlagen worden. Der SPD-Kreisvorstand hat noch während der Sitzung eine Wahlkampfleitung für die Bundestagswahl eingesetzt, die jetzt kurzfristig erste Vorbereitungen treffen wird.

Bodo Wißen möchte für die SPD im Kreis Kleve im nächsten Jahr als Bundestagskandidat kandidieren. Foto: privat