Essensreste können wunderbar wiederverwertet werden. Foto: Pixabay
2. April 2024 · Xanten

Biotonne: Ein sortenreiner Abfall ist wichtig

Aus dem Abfall der Biotonne wird wertvoller Kompost gemacht und Strom erzeugt

RHEINBERG. Mit Inbetriebnahme der neuen Bioabfallbehandlungsanlage am AEZ Asdonkshof in Kamp-Lintfort wird nicht nur der aus Biomüll hochwertige und zertifizierte Kompost herstellt. Durch die neue hochmoderne Anlage gelingt es, in einem Vergärungsprozess Biogas zu erzeugen, das dann verstromt wird. Um dies zu ermöglichen, ist ein höherer Bestandteil an energiereichem Input (zum Beispiel gekochte Essensreste) in der Biotonne erforderlich. Für diese beiden Komponenten (Kompost, Strom) ist ein nahezu sortenreiner Bioabfall erforderlich.

Der Kreis Wesel hat daher Ende des vergangenen Jahres einen Positivkatalog erstellt, aus dem ersichtlich ist, was in der Biotonne erwünscht bzw. erforderlich ist, um den größtmöglichen Nutzen aus diesem Abfall zu erzielen. Dieser Positivkatalog beinhaltet folgendes:

Gemüsereste, Obst incl. Schalen und Kerne, Süd- und Zitrusfrüchte, Backwaren, Fisch- und Fleischreste (gekocht), verdorbene Nahrungsmittel, Essensreste (auch gekocht, auch mit Knochen), Eierschalen, Teebeutel (ohne Etikett, Kunststoffanteil oder Metallklammern), Nussschalen, Milchprodukte (nicht flüssig), Kaffeesatz, saugfähige Zeitungspapiere oder Küchenkrepp ausschließlich zum Einwickeln/Flüssigkeit aufsaugen, feste Speisefette, Rasenschnitt, Baumschnitt (maximal fünf Zentimeter stark), Topfpflanzen (ohne Topf), Laub/Nadeln, Strauch- und Heckenschnitt, Blumenerde in haushaltsüblichen Mengen (ohne Anteil an Fremdstoffen wie Styropor), Moos, Wildkräuter (Unkraut), Blumen- und Pflanzenreste, Ernterückstände (von Gemüsebeeten), Haare (in haushaltsüblichen Mengen), Federn (in haushaltsüblichen Mengen), Holzwolle (unbehandelt und unverschmutzt), Sägemehl/Holzspäne (von unbehandeltem Holz).

Alles andere sollte nicht in der Biotonne entsorgt werden. Ganz wichtig, und darauf weist das AEZ ganz besonders hin: Befreien Sie verdorbene Lebensmittel zuerst aus deren Plastikverpackung und geben diese dann unverpackt in den Biomüll.

Auch als kompostierbar gekennzeichnete Kunststoffe (Bioabfallplastiksäcke) können in der Anlage nicht verarbeitet werden. Sie benötigen einfach zu lange für die Verrottung und würden den Kompost schließlich verunreinigen und damit unbrauchbar machen.

Dass Restmüllvolumen kann übrigens reduziert werden, indem man sich eine Biotonne anschafft. Üblicherweise werden 20 Liter Restmüll pro Person bei 14-tägiger Leerung berechnet. Sofern Sie sich für eine Biotonne (mit oder ohne Filterdeckel) entscheiden, verringert sich das Restmüllvolumen von 20 Liter auf 15 Liter. Voraussetzung hierfür ist aber auch die Bereitschaft, die Biotonne richtig zu befüllen.

Die Mitarbeiterinnen der Rheinberger Abfallberatung beraten gerne zu diesem Thema. Interessierte können sich unter Telefon 02843/171-149 (montags bis freitags von 8.30 bis 12 Uhr) oder per E-Mail an abfallberatung@rheinberg.de an sie wenden. Zu beachten ist, dass nur Eigentümer die Aufstellung einer Biotonne beantragen dürfen.

Den Positivkatalog gibt esauf der Homepage der Stadt Rheinberg unter www.rheinberg.de – Rat und Verwaltung – Dienstleistungsbetrieb – Downloads.

Essensreste können wunderbar wiederverwertet werden. Foto: Pixabay