"Skulptur von Gianbologna, detailreiche Darstellung, innovative Bildhauerkunst, Foto von Ulrich Forster"
30. August 2026 · Kleve

Bildhauerei der Renaissance

Ulrich Forster referiert am 2. September beim Comitato Dante Kleve

KLEVE. Das Comitato Dante Kleve beginnt sein Programm im 2. Halbjahr 2026 mit einem herausragendem Beitrag zur Bildhauerkunst in Italien. Ulrich Forster, ein ausgewiesener Kunstkenner und brillianter Referent, macht die Skulpturen des Manierismus zum Thema eines Bildervortrags. Damit schließt er seinen Dreierzyklus über die Renaissancemeister ab, der Werke von Donatello und Michelangelo in vergangenen Veranstaltungen behandelte.

Der „manierismo“, eine Stilepoche der europäischen Kunst (1520-1620), hatte seinen Ursprug in Italien mit den Zentren in Rom und Florenz. Eine wichtige kunsttheoretische Forderung der Zeit war, eine eigenständige „maniera“, einen ganz eigenen Stil, eine unverwechselbare Handschrift als Künstler zu finden. Mit diesem Anspruch wollten die Künstlergenerationen nach Michelangelo Buonarotti aus dem Schatten des übergroßen Vorbildes heraustreten. Bildhauer wie Benvenuto Cellini, Bartolomeo Ammanati oder Gianbologna waren selbstbewusst genug, diese Herausforderung anzunehmen. Sie fanden Wege, an die Ideen und Neuerungen des Meisters anzuknüpfen, diese weiterzutreiben und auf nahezu unbekanntes Terrain skulpturaler Möglichkeiten vorzudringen.

Diesen Aufbruch in eine spannende Epoche schildert Ulrich Forster aus Köln am 2. September im Kolpinghaus Kleve, um 19 Uhr. Das Comitato Dante lädt alle Mitglieder und Interessenten (Unkostenbeitrag fünf Euro) dazu ein.

Bildhauer wie Gianbologna fanden Wege, auf nahezu unbekanntes Terrain skulpturaler Möglichkeiten vorzudringen. Foto: Ulrich Forster