BGE fordert Transparenz beim Glasfaserausbau in Emmerich
Anfrage an Bürgermeisterin zum aktuellen Stand der Arbeiten. Auch Bürger fordern laut der Bürgergemeinschaft Emmerich „Klarheit über den weiteren Ausbauverlauf“.
EMMERICH. Die Bürgergemeinschaft Emmerich (BGE) hat Bürgermeisterin Claudia Lindlahr im Rahmen der kommunalrechtlich vorgesehenen Informations- und Kontrollrechte des Rates um Auskunft zum aktuellen Stand des Glasfaserausbaus durch die Firma Unsere Grüne Glasfaser (UGG) gebeten.
Hintergrund sind laut der BGE aktuelle Berichte sowie zahlreiche Rückmeldungen von Bürgern, die bereits Verträge abgeschlossen haben und nun Klarheit über den weiteren Ausbauverlauf erwarten.
Mit einer umfangreichen Anfrage möchte die BGE unter anderem erfahren, welche Informationen der Stadtverwaltung über den aktuellen Sachstand vorliegen, welche Gespräche mit UGG, dem Kreis Kleve und anderen Kommunen geführt wurden und welche Auswirkungen mögliche Verzögerungen auf das Stadtgebiet haben könnten.
Darüber hinaus fragt die BGE nach, ob die Entwicklung bereits Gegenstand der Bürgermeisterkonferenz des Kreises Kleve war und welche Möglichkeiten die Stadt sieht, gemeinsam mit dem Kreis und den beteiligten Unternehmen zu einer besseren Information der Bürger beizutragen.
„Es geht nicht um Schuldzuweisungen, sondern um Transparenz. Viele Menschen haben auf die angekündigten Glasfaseranschlüsse vertraut und erwarten zu Recht nachvollziehbare Informationen über den weiteren Verlauf des Projektes“, sagt BGE-Fraktionsvorsitzender Joachim Sigmund.
Nach Auffassung der BGE handelt es sich beim Glasfaserausbau um „eine zentrale Infrastrukturaufgabe von erheblicher Bedeutung für Bürger, Wirtschaft, Bildung und Verwaltung“. Auch wenn der Ausbau überwiegend privatwirtschaftlich organisiert werde, erwarte die BGE „eine aktive Informations- und Koordinierungsrolle der Stadt im Rahmen ihrer Möglichkeiten“. Die BGE setzt sich dafür ein, dass Rat und Öffentlichkeit zeitnah und umfassend über den aktuellen Sachstand informiert werden.
Was ist seit dem Spatenstich durch UGG in Emmerich in Sachen Glasfaserausbau passiert? Darüber fordert die BGE nun Auskunft. Foto: Gregor Ott