BGE: Anlaufstellen für Notfall bei Stromausfällen
Antrag der Bürgergemeinschaft Emmerich zu „Vorsorgemaßnahme“
EMMERICH. Die Bürgergemeinschaft Emmerich (BGE) hat bei Bürgermeisterin Claudia Lindlahr einen Antrag eingebracht, der auf eine deutliche Stärkung der städtischen Notfallplanung und der kommunalen Daseinsfürsorge abzielt.
Konkret wird die Einrichtung einer oder mehrerer offizieller, bekannter und dauerhaft kommunizierter Anlaufstellen in der Stadt Emmerich beantragt, die im Falle eines länger andauernden Stromausfalls der Bevölkerung sowie besonders schutzbedürftigen Personengruppen zur Verfügung stehen sollen.
Diese Anlaufstellen sollen insbesondere zwei zentrale Funktionen erfüllen: Unterstützung der häuslichen Pflege sowie der Intensiv- und Beatmungspflege, zudem Anlaufstelle für Bürger. Pflegepersonal und pflegende Angehörige sollen im Notfall die Möglichkeit erhalten, Akkus lebenswichtiger medizinischer Geräte – etwa Beatmungsgeräte, Sauerstoffkonzentratoren oder Absaugpumpen – sicher und priorisiert aufzuladen. Damit soll die Versorgung besonders vulnerabler Menschen auch bei Stromausfällen gewährleistet bleiben. Darüber hinaus sollen die Einrichtungen der Bevölkerung als zentrale Kontaktpunkte dienen. Bürgerinnen und Bürger sollen dort Kommunikationsgeräte wie Mobiltelefone aufladen und verlässliche Informationen zur aktuellen Lage, zu behördlichen Maßnahmen sowie zu notwendigen Handlungsempfehlungen erhalten können.
Als geeignete Standorte kommen nach Auffassung der BGE insbesondere Feuerwehrstandorte in Betracht, da diese in vielen Kommunen bereits über Notstromversorgung, geschultes Personal und eine hohe Bekanntheit verfügen. Alternativ oder ergänzend wird auch eine Einbindung des Technisches Hilfswerk (THW) angeregt.
Für die weitere Planung soll daher Kontakt mit der Feuerwehr Emmerich sowie dem zuständigen THW-Ortsverband aufgenommen werden, um mögliche Standorte, technische Voraussetzungen und klare Zuständigkeiten abzustimmen.
„Angesichts zunehmender Extremwetterereignisse und der wachsenden Verwundbarkeit kritischer Infrastrukturen ist eine solche Vorsorgemaßnahme ein wichtiger Beitrag zur Resilienz unserer Stadt“, erläutert Christopher Papendorf, 1. Vorsitzender der Bürgergemeinschaft Emmerich. „Sie dient nicht nur dem Schutz pflegebedürftiger Menschen, sondern auch der Sicherstellung von Information und Orientierung für die gesamte Bevölkerung in Krisensituationen.“
Feuerwehr-Standorte kommen nach Ansicht der BGE als geeignete Standorte für Notfall-Anlaufstellen in Betracht. Foto: Stadt Emmerich (Archiv)