Besonderes Engagement ausgezeichnet
Stadt Kleve verleiht den Umweltschutzpreis 2025
KLEVE. Die Stadt Kleve hat erneut den Umweltschutzpreis verliehen. Ausgezeichnet wurden dabei gleich zwei herausragende Bewerbungen. Beide Initiativen dürfen sich nun über das Preisgeld in Höhe von jeweils 5.000 Euro freuen.
Der Verein Landschaftspflege im Kreis Kleve (LiKK) überzeugte mit seiner Arbeit zur Förderung der Artenvielfalt: Der Verein hat in Kleve bereits mehrere Streuobstwiesen mit alten Obstsorten angelegt und organisiert Umweltbildungsangebote, unter anderem in Kooperation mit Schulen. Darüber hinaus unterstützt der Verein durch Beratung und Schnitt- und Veredlungskurse neue Obstwiesenbesitzende. Auch bietet der LiKK dazu mittlerweile alte Sorten aus eigener Zucht an, um so lokale Obstsorten über kurze Transportwege zu verbreiten.
Weiterhin reichten Hildegard Hendricks und Georg Reymer ihr Projekt „Future Food Forest“ ein – ein essbarer Waldgarten, der derzeit in Keeken entsteht. Der Food Forest ist Teil eines nachhaltigen Gesamtkonzepts auf dem landwirtschaftlichen Betrieb, das neben dem Anbau von Nahrungsmitteln auch Photovoltaik-Stromerzeugung, Milchviehhaltung und eine Biogasanlage umfasst. Der Food Forest besteht hauptsächlich aus mehrjährigen Pflanzenarten, die die verschiedenen Etagen eines Waldes imitieren. Für den Anbau wurden verschiedene alte, heimische Pflanzenarten sowie regionsuntypischen Pflanzen ausgewählt, die potenziell dem Klimawandel besser standhalten.
Eine Jury aus Politik und Verwaltung wählte die beiden Preisträger aus sieben Bewerbungen aus. Bürgermeister Wolfgang Gebing überreichte die Auszeichnungen im Rahmen der Ratssitzung.
Die Preisträger vor dem Klever Rathaus. Foto: Daniel Hendricks / Stadt Kleve