Besonderer Fund im APX: Ein Brunnen voller Schätze
Bei Ausgrabungen neben der römischen Herberge die Überreste eines Brunnens ausgegraben
XANTEN. Im LVR-Archäologischen Park Xanten (APX) wurden bei Ausgrabungen neben der römischen Herberge die Überreste eines Brunnens ausgegraben. Diesen hatten die Römer bereits im mittleren ersten Jahrhundert n. Chr. angelegt, noch bevor sie die Stadt Colonia Ulpia Traiana gründeten und zur Metropole am Niederrhein ausbauten.
Der Brunnenschacht bestand aus mindestens zwei übereinander gestapelten, etwa zwei Meter hohen Holzfässern. Diese Bauweise, bei der leere Fässer als Brunnenwand recycelt wurden, ist im römischen Xanten bereits mehrfach belegt.
Nach mehrjähriger Arbeit und sorgfältiger Dokumentation wurde nun in etwa sieben Metern Tiefe endlich die Sohle des Brunnens erreicht. Hier war die Überraschung groß. Tief in der Erde entdeckten die Archäologinnen und Archäologen dort nicht nur einen kleinen, fein gearbeiteten Löffel aus Bein und kostbares, importiertes Glas, sondern mehrere, oftmals vollständige Krüge und Töpfe aus Ton. Die Analyse dieser inzwischen geborgenen Schätze wird dabei helfen, der Römerzeit in Xanten künftig noch weiter auf den Grund zu gehen.
Vorsichtig werden die Funde auf der Brunnensohle freigelegt. Foto: Dr. Mathias Lange / LVR-Archäologischer Park Xanten
Lange Zeit tief im Boden verborgen wartet dieser Topf nun auf seine Bergung. Foto: Dr. Mathias Lange / LVR-Archäologischer Park Xanten