Bekämpfung der Asiatischen Hornisse
Kreis Wesel übergibt Lanzensysteme an Einsatzteams des Kreisimkerverbands
KREIS WESEL. Der Kreis Wesel und der Kreisimkerverband arbeiten bei der Bekämpfung der Asiatischen Hornisse eng zusammen: Der Kreis unterstützt finanziell, der Kreisimkerverband stellt ehrenamtliches Personal zur Verfügung, um den Bürgern bei der Beseitigung der Nester zu helfen. Der Kreistag hatte Ende 2025 dafür gestimmt, 20.000 Euro zur Beschaffung von speziellen Lanzensystemen in den Haushalt einzustellen. Diese sind nun eingetroffen, Fachdienstleiter der Unteren Naturschutzbehörde Klaus Horstmann übergab sie kürzlich offiziell den Vertretern des Imkerverbands.
Vorstandsmitglied für den Bereich Umwelt Dr. Christian Steenpaß: „Die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse hat mögliche negative Auswirkungen auf die Biodiversität. Die Menschen im Kreis Wesel können ihren Beitrag dazu leisten, die Ausbreitung zu verhindern, indem sie unkompliziert über unser Meldeportal die Nester melden. Das geschieht auf freiwilliger Basis und gibt uns als Untere Naturschutzbehörde die Möglichkeit, die Situation zu monitoren. Ich freue mich sehr darüber, dass wir mit dem Kreisimkerverband kooperieren und danke den ehrenamtlichen Kräften herzlich für ihr Engagement.“
„Für die Beseitigung der Nester der Asiatischen Hornisse haben wir bei den ehrenamtlichen Mitgliedern der Imkervereine geworben und vier Einsatzteams bilden können, die das gesamte Kreisgebiet Wesel abdecken. Ich freue mich sehr über die Hilfe und sehr gute Zusammenarbeit mit den ehrenamtlichen Wespen- und Hornissenberatern aus dem Naturschutz“, erklärt Eckhard Uhlenbruck, Vorsitzender des Kreisimkerverbandes. Parallel dazu hat der Kreis Wesel ein Meldeportal entwickelt, über das Bürger Nester angeben können. Die Meldungen gehen automatisiert bei den jeweiligen Einsatzteams ein, die dann die Beseitigung organisieren und durchführen. „Seit Einführung des Meldeportals im Mai 2026 sind über 200 Meldungen eingegangen und die Nester durch die ehrenamtlichen Teams beseitigt worden, innerhalb von maximal drei Tagen nach Meldung. Dieses Meldesystem hat sich bereits bewährt und ist ein richtiger Selbstläufer geworden“, führt Klaus Horstmann weiter aus. Bei den bisher gemeldeten Nestern handelte es sich um Initial- und Primärnester, ab Mitte/Ende Juli siedeln die Asiatischen Hornissen in die Sekundärnester um. Um diese zu beseitigen, werden spezielle Lanzensysteme benötigt. Das Meldeportal für die Bürger, die ein Nest entdeckt haben, findet sich unter https://beteiligung.nrw.de/k/1024580, sowie auf der Website des Kreises Wesel unter www.kreis-wesel.de
Klaus Horstmann (3.v.l.), Fachdienstleiter der Unteren Naturschutzbehörde, übergibt die Lanzensysteme an Eckhard Uhlenbruck (2.v.r.), Vorsitzender des Kreisimkerverbands. Die Mitglieder der Bekämpfungsteams werden damit ausgestattet, um die Sekundärnester zu beseitigen. Foto: Kreis Wesel