Begräbnisrituale in anderen Religionen
Vortrag im Haus Ingenray am kommenden Montag
PONT. Im Haus Ingenray hält im Rahmen der Ausstellung „Leben mit dem Tod“ am Montag, 24. November, um 18 Uhr Pfarrerin Karin Stroband-Latour einen Vortrag unter dem Titel „Begräbnisrituale in anderen Religionen“.
Wie gehen andere Religionen mit Tod und Trauer um? Der Lebensalltag im zusammenwachsenden Europa und in einer zunehmend globalisierten Welt ist geprägt von Begegnungen mit Menschen anderer Religionen und Kulturen. Zum Kennenlernen ausländischer Mitbürger gehört auch die Kenntnis ihrer religiösen Traditionen.
Eine Auseinandersetzung mit anderen Werten, Riten und Vorstellungen lädt dazu ein, über den eigenen Standpunkt nachzudenken und die eigenen Werte vielleicht neu schätzen zu lernen. Besonders der Blick auf den Umgang mit Sterben, Bestattung, Abschied und Trauer in anderen Religionen macht die Bedeutung und Wirksamkeit fester Rituale sichtbar. In allen Religionen geht es darum, was Menschen glauben und hoffen – gerade im Angesicht von Tod und Sterben. Rituale ermöglichen es, Trauer und Abschied zu gestalten, sodass Gefühle ihren Platz haben und eine Form gefunden wird, die die emotionale Ausnahmesituation bewältigbar macht. Verstorbene können so angemessen gewürdigt werden und nicht selten wird eine Dimension der Gemeinschaft mit den Geliebten gelebt, die über den Tod hinausreicht.
Auch für die Gemeinschaft der Lebenden sind Rituale wichtig: Der Abschied aus der Gemeinschaft wird in der Gemeinschaft begangen und gibt den Hinterbliebenen die Möglichkeit, in den nicht von Trauer und Tod dominierten Lebensvollzug zurückzukehren. Im Fokus des Abends stehen der Islam, das Judentum, der Buddhismus und der Hinduismus. Darüber hinaus wird ein kurzer Ausblick auf die Frage nach der Bedeutung und Zukunft der christlichen Bestattungs- und Erinnerungskultur gegeben. Die Ausstellung wird an diesem Abend geöffnet sein. Der Eintritt ist frei, Spenden sind herzlich willkommen.
Der Vortrag rückt die Begräbnisrituale anderer Religionen in den Mittelpunkt. Foto: Knut Lipke