Autonome Schlepper statt (fehlende) Arbeitskräfte
Die Technologien in der Landwirtschaft schreiten voran und werden dringend gebraucht
Was noch abstrakt klingt, ist längst Realität, wie Landmaschinentechniker Sebastian Birx verrät: „Das ist nicht mehr die Zukunft, sondern die Gegenwart.“ Das Technikcenter Alpen (TCA), Baumeister Drohnenservice und die Agrarmesse GreenLive Kalkar stellten deshalb 60 Studierenden der Landwirtschaftskammer NRW in Kleve sowie interessierten Landwirten auf einem Feld in Kalkar-Appeldorn einen autonomen Schlepper und modernste Drohnentechnologie vor. Beides wird bereits in der Landwirtschaft eingesetzt und werde auch in Zukunft die Landwirtschaft prägen, wie sich die Einladenden ebenso wie Landwirtschafts-Lehrer Luig, die Hersteller und die Landwirte einig waren.
Den autonomen Schlepper müsse der Landwirt, wie Birx erklärte, lediglich einmal konfigurieren und passend für das zu bearbeitende Feld einstellen. „Die Maße müssen dabei natürlich stimmen. Das Ganze ist aber eine Arbeit von vielleicht fünf Minuten“, sagt Birx. Danach würde der autonome Schlepper das Feld Bahn für Bahn abfahren und dabei jeweils seine eingestellte Tätigkeit ausüben – egal ob pflügen oder sähen. Die 350.000 Euro Investitionskosten, die für den autonomen Schlepper, die Lizenzen und die Software mit Updates aufgebracht werden müssen, seien gut investiert, meint Birx. Den Landwirten fehle schließlich das Personal und während der autonome Schlepper arbeite, könnten sie andere Tätigkeiten ausüben. Zudem sei er auch noch nachhaltiger, da der Diesel-Hybrid-Antrieb nur „0,6 bis 1 Kilowatt Strom pro Hektar“ benötige. Der Strom könne darüber hinaus auch noch aus Solarenergie gewonnen werden.
Eine weitere technische Neuheit für die Landwirtschaft ist die Drohnentechnologie, mit der Landwirte aus der Luft Saatgut aussähen können. Dieses Hilfsmittel spare vor allem Zeit. Statt zweieinhalb bis drei Stunden brauche der Landwirt für ein sechs Hektar großes Feld nur noch eine halbe bis maximal eine Stunde, sagt Landwirt Christian Baumeister. Effizienter könnten die Betriebe in der Landwirtschaft zurzeit nicht arbeiten.
Sabrina Peters
Der autonome Schlepper und die Drohne bei der Arbeit. NN-Foto: SP
Die neuesten Technologien in der Landwirtschaft stellten Lehrer, Landwirte und Landmaschinentechniker vor. NN-Foto: SP