Ausstellung wird verlängert
„Alice Springs. Retrospektive“ im Museum Schloss Moyland ist noch bis zum 16. Februar zu sehen
MOYLAND. Besucher haben nun noch zwei Wochen mehr Zeit, sich die Ausstellung „Alice Springs. Retrospektive“ im Museum Schloss Moyland anzusehen. Das Museum zeigt noch bis zum 16. Februar in Kooperation mit der Helmut Newton Foundation und den Opelvillen Rüsselsheim rund 150 Vintage-Prints und Ausstellungsabzüge von June Newton (Alice Springs), die die Fotografie maßgeblich mitgeprägt hat. Von intimen Porträts bis hin zu stilprägenden Modeaufnahmen – die Ausstellung bietet einen tiefen Einblick in das Werk dieser Fotografin und den „Female View“. Die Ausstellung wird seit ihrer Eröffnung am 15. September sehr gut besucht und sorgt für Aufwind bei den Besucherzahlen des Museums. Hält die Schau doch ein lebendiges Bild der 1950er bis 1980er Jahre in Mode, Kunst, Film und Fotografie bereit. Die Porträts herausragender Persönlichkeiten übertragen ihre Faszination auf das Publikum. Alice Springs wurde mit ihrer Werbe- und Modefotografie zu einer der bedeutendsten Fotografinnen ihrer Zeit. Die Frau an der Seite Helmut Newtons hatte das Talent, in ihren sensiblen Aufnahmen die Persönlichkeit der Fotografierten lebhaft widerzuspiegeln. Diese Retrospektive würdigt das Werk der Fotografin und zeigt unter anderem Arbeiten, die erstmals zu sehen sind. Diese Werke wurden im Jahr 2023 in der ehemaligen Wohnung des Ehepaars Newton in Monaco entdeckt, bieten einen faszinierenden Einblick in das Schaffen von Alice Springs und ergänzen das bereits bekannte OEuvre um neue Facetten. In der Fotoserie Us and Them wird deutlich, wie unterschiedlich in Stimmung und Charaktermerkmalen Springs und Newton ein und dieselbe Person wahrgenommen und dargestellt haben. Die Liste der von Alice Springs porträtierten Künstler, Schauspieler und Musiker umfasst internationale Namen der Kulturszene aus den vergangenen vierzig Jahren auf beiden Seiten des Atlantiks, darunter Joseph Beuys, Peter Hujar, Niki de Saint Phalle, Gerhard Richter, Vivienne Westwood, Karl Lagerfeld, Fanny Ardant, Catherine Deneuve, Anjelica Houston, Charlotte Rampling und mehr. Springs‘ sensible Porträts kommen den Menschen nahe, spiegeln ihre Persönlichkeit lebhaft wider und lassen etwas vom inneren Empfinden ihrer Modelle erahnen. Im Laufe der Zeit hat sie in Selbstporträts auch ihre eigenen Stimmungen sowie die Veränderungen ihres Gesichts und Körpers aufgezeichnet. Helmut Newton und Alice Springs haben sich auch stets gegenseitig porträtiert.
Im Rahmenprogramm gibt es am Sonntag, 2. Februar, um 14 Uhr einen „Dialogischen Rundgang Frauenrollen in der Kunst“ mit Dr. Antje-Britt Mählmann, Künstlerische Direktorin Museum Schloss Moyland und Kuratorin, und Dr. Beate Kemfert, Vorstand und Kuratorin Kunst- und Kulturstiftung Opelvillen Rüsselsheim. Am Sonntag, 16. Februar, um 15 Uhr haben Besucher bei der Kuratorinnenführung mit Dr. Antje-Britt Mählmann die letzte Möglichkeit, geführt die Ausstellung zu besichtigen. Die Kosten für die beiden Führungen betragen jeweils sechs Euro (ermäigt drei) plus Museumseintritt. Um Anmeldung unter besucherservice@moyland.de oder telefonisch unter 02824/ 951060 wird gebeten.
Besucher haben nun noch zwei Wochen mehr Zeit, sich die Ausstellung „Alice Springs. Retrospektive“ im Museum Schloss Moyland anzusehen. Foto: Stiftung Museum Schloss Moyland