Ausstellungsansichten: Aufgrund des großen gesellschaftlichen Interesses an den Themen der Ausstellung sowie aus Überlegungen der Nachhaltigkeit, wird die Ausstellung nun um zwei Monate verlängert. Foto: Museum Schloss Moyland
17. Dezember 2024 · Bedburg-Hau

Ausstellung wird verlängert

Bis 9. März zu sehen: „The Earth Does (Not) Need Us“ des Institute of Queer Ecology

MOYLAND. Mit der wegweisenden Ausstellung „The Earth Does (Not) Need Us“ des Institute of Queer Ecology rückt das Museum Schloss Moyland Themen wie Ökologie, Nachhaltigkeit und Klimawandel aus queerer Perspektive in den Mittelpunkt. Aufgrund des großen gesellschaftlichen Interesses an den Themen der Ausstellung sowie aus Überlegungen der Nachhaltigkeit, wird die Ausstellung nun um zwei Monate – bis 9. März – verlängert. Mit der Ausstellung nimmt Museum Schloss Moyland die zweifellos drängendste Debatte unserer Tage ins Programm: Angesichts der Klimakrise war das international agierende Netzwerk „The Institute of Queer Ecology“ (IQECO) dazu eingeladen, mit Joseph Beuys‘ einschlägigen Werken zu Ökologie und Umwelt in Dialog zu treten. Im Begleitprogramm zur Ausstellung konnte das Museum bisher unter anderem Johannes Stüttgen zu einem Vortrag zum Thema Beuys und Ökologie begrüßen, wie auch den weltberühmten Kurator Hans Ulrich Obrist, der am 24. November in einem Künstlergespräch mit den IQECO-Gründungsmitgliedern Lee Pivnik (Miami, USA) und Nicolas Baird (New York, USA) sprach. Außerdem wurde die Schenkung von 30 Basaltstelen an DASMAXIMUM, Museum für zeitgenössische Kunst in Traunreut, mit einer Eichenpflanzung und dem Aufstellen einer Basaltstele zu Ehren von Joseph Beuys im Außengelände des Museums gefeiert.

Das Institute of Queer Ecology (IQECO) ist ein sich ständig weiterentwickeln-des kollaboratives Künstlernetzwerk. Es wurde 2017 von Lee Pivnik (USA) gegründet. Gemeinsam mit Nicolas Baird (USA) agiert er als Direktor des IQECO. In den vergangenen Jahren hat das IQECO Ausstellungspro-jekte mit über 125 verschiedenen Künstler realisiert, unter anderem im Guggenheim Museum in New York. Das IQECO steht für das Aufheben eines wertenden, binären Denkens. Die Arbeiten der teilnehmenden Künstler machen die allgegenwärtige Queerness in der Natur erlebbar, wie beispiels-weise durch Pflanzen, die im Laufe ihres Lebens ihr Geschlecht wechseln. Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, herausgegeben von Kuratorin Judith Waldmann, mit Texten von Brigitta Coers, Catherine Nichols, Hans Ulrich Obrist, Lee Pivnik, Nicolas Baird, Timo Skrandies und anderen. Im Museumsshop kann die Publikation zum Preis von 29 Euro erworben werden. Öffentliche Führungen finden an jedem zweiten Sonntag im Monat, jeweils von 14 bis 15 Uhr statt (Kosten: vier Euro plus Museumseintritt). Kunstvermittler sind an jedem vierten Sonntag im Monat, 14 bis 15.30 Uhr, in der Ausstellung präsent und stehen für Fragen zur Verfügung. Hierbei können sich spannende Gespräche zu den jeweiligen Werken entwickeln.

Ausstellungsansichten: Aufgrund des großen gesellschaftlichen Interesses an den Themen der Ausstellung sowie aus Überlegungen der Nachhaltigkeit, wird die Ausstellung nun um zwei Monate verlängert. Foto: Museum Schloss Moyland