Für Dirk Wagner, Filialleiter der Volksbank in Asperden gab es von den Landfrauen ein Dankeschön. Das Geldinstitut hatte die Erstellung der Festschrift gefördert. Fotos: privat
21. Januar 2025 · Goch

Asperdener Landfrauen blicken auf 75 Jahre Vereinsgeschichte

Jubiläum wurde mit vielen Gästen bei einem Neujahrsempfang im Jugendheim gefeiert

ASPERDEN. Die Asperdener Landfrauen konnten ihr 75-jähriges Bestehen feiern und hatten aus diesem Anlass zu einem Neujahrsempfang eingeladen.

Zu den Landfrauen waren auch Vertreter der Asperdener Vereine sowie der Stadt Goch und der Seelsorgeeinheit Gocher Land gekommen, um mit ihnen dieses Jubiläum zu feiern. Die Vorsitzende, Marlies Wollschläger, freute sich, dass so viele Landfrauen gekommen waren, was sowohl dem Vorstandsteam als auch den Gästen zeigte, welche Bedeutung der Asperdener Landfrauenverband für seine Mitglieder hat.

In den Grußworten von Bürgermeister Ulrich Knickrehm und der stellvertretenden Landfrauen-Bezirksvorsitzenden Carola Jacobs wurde betont, wie wichtig ein aktives Vereinsleben für die Dorfgemeinschaft ist. Nach dem Mittagessen brachte das Asperdener Tambourcorps den Landfrauen ein Ständchen, bei der Zugabe schunkelte die Festgesellschaft und sang voller Inbrunst das Lied vom schönen Städtchen Goch am Niederrhein.

Dann war es an der Zeit für Rückbesinnung auf die vergangenen 75 Jahre. In einem humorvollen Vortrag berichteten Petra Erkes, Petra Kösters und Ursula Ophey von der guten alten Zeit und meinten einmütig: „Menschenskind, wat war dat schön!“

Als Nächstes fasste Marlies Wollschläger in ihrer Festrede die 75-jährige Vereinsgeschichte zusammen und kam zu dem Schluss, dass der Leitgedanke der Vereinsgründerin Paula Lange: „den Frauen in ihrer schweren Arbeit einige Stunden der Fortbildung und Erholung in froher Gemeinschaft zu bereiten“ bis heute und wohl auch über das Jubiläumsjahr hinaus Gültigkeit behält: Wenn auch die „schwere körperliche Arbeit der Frauen“ heutzutage eher dem Stress und der Hektik gewichen ist und sich auch die Fortbildungsziele in 75 Jahren sehr gewandelt haben und immer weiter ändern werden, so wird es doch immer Zweck des Vereinslebens bleiben, die gesteckten Ziele in Gemeinschaft mit gleich gesinnten Frauen aus dem Dorf in lockerer Runde zu erreichen.

Anschließend trug Ulla Heyl ein Gedicht vom „Landfrau sein in heutiger Zeit“ vor. Dann kündigten sich mit lauten Fanfarenklängen die Überraschungsgäste an: Das Gocher Prinzenpaar Volker I. und Carina I. kam mit Prinzen- und Tanzgarde, um den Landfrauen zu gratulieren. Nach dem Gardetanz überreichte Prinz Volker I. den beiden Vorsitzenden Marlies Wollschläger und Ulla Heyl je einen Prinzenorden für ihren Einsatz in Sachen Landfrauen. Die fürsorglichen Landfrauen sind sehr um die Gesundheit der Tollitäten besorgt und so hatten Petra Kösters und Marlies Wollschläger für Prinz und Prinzessin je einen Schal gestrickt, damit sie die lange Session unbeschadet überstehen. Die Landfrauen hatten zu dieser Feier eingeladen mit einem Zitat aus dem Jahre 1947 von Marie-Luise Leutrum von Ertingen, der ersten Präsidentin des Deutschen Landfrauenverbandes: „Die Vereine werden das sein, was wir selbst aus ihnen machen und je mehr sich lebendig beteiligen, desto fruchtbarer wird es für alle sein.“ Alle Anwesenden waren sich einig, dass die Dame ihre helle Freude hätte beim Anblick dieser Festgesellschaft. Zum Abschluss erhielten alle ein Exemplar der Festschrift, die anlässlich des Jubiläums mit Förderung der Volksbank-Stiftung zur Heimatforschung und Heimatpflege verfasst worden ist.

Der Saal des Asperdener Jugendheims war bis auf den letzten Platz besetzt.

Der Saal des Asperdener Jugendheims war bis auf den letzten Platz besetzt.

Für Dirk Wagner, Filialleiter der Volksbank in Asperden gab es von den Landfrauen ein Dankeschön. Das Geldinstitut hatte die Erstellung der Festschrift gefördert. Fotos: privat