Asperdener Landfrauen auf Klompentour durch Xanten
5. September 2024 · Goch

Asperdener Landfrauen auf Klompentour durch Xanten

ASPERDEN. Die Asperdener Landfrauen hatten sich kürzlich für eine besondere Stadtführung durch Xanten entschieden: Unter Führung von Klompenweib Mieke in rheinischer Tracht aus dem 19. Jahrhundert klapperten 20 Asperdenerinnen durch die Siegfriedstadt. Bei der Anprobe des ungewohnten Schuhwerks lernten die Landfrauen den Unterschied zwischen bunt bemalten holländischen und schlichten westfälischen Klompen mit Lederriemen über dem Rist kennen. Am Denkmal für die vielen Pumpennachbarschaften in Xanten wies Mieke auf die Wasserträgerinnen hin, die damals die gängigen Alltagsschuhe, die Klompen trugen. An der Kriemhildmühle wurde gezeigt, dass Holzschuhe in den Haushalten auch beim Getreide mahlen in kleinen Handmühlen als Auffangbehältnis für das Mehl dienten. Am St.Viktor Dom erfuhren die Asperdenerinnen, dass die Pilger auf ihrer Wallfahrt nach Xanten früher oft getrocknete Erbsen in ihren Klompen hatten, um besondere Bußbereitschaft zu zeigen. Nicht nur auf Schulhöfen wurden Klompen als Schlag- und Wurfwaffen eingesetzt. Der Begriff „Sabotage“ leitet sich vom französischen Wort für Holzschuh „Sabots“ ab, als während der industriellen Revolution Arbeiter mit ihren Holzschuhen versuchten, die Verbreitung der Industriemaschinen und damit ihre eigene Arbeitslosigkeit zu verhindern. Nach so viel interessanten Informationen fand der Ausflug seinen Abschluss bei einem leckeren Eis auf dem idyllischen Xantener Marktplatz. Foto: privat