Ein Gruppenfoto mit beeindruckender Hintergrundkulisse. Foto: Ferienhilfswerk St. Ulrich Alpen
22. August 2025 · Alpen

Alpener Ferienlager begeistert in der Toskana

Für das Ferienlager des Ferienhilfswerks St. Ulrich Alpen ging es dieses Mal nach Italien – und alle waren super zufrieden

ALPEN. Sonne, Meer und ein bisschen Chaos: Für rund 50 Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren wurde der kleine Ort Torre del Lago Puccini in der Toskana in diesem Sommer zum Schauplatz unvergesslicher Ferienabenteuer. Unter dem augenzwinkernden Motto „Torre del… wat?“ verbrachten sie zwei Wochen voller Programm, Pasta und Pool – organisiert vom Ferienhilfswerk St. Ulrich Alpen.

„Ehrlich gesagt, wollten wir mal etwas anderes als Spanien oder Südfrankreich“, erklärt Lagerleiter Kevin Kremer (27). „Torre del Lago Puccini hat Meer, See und italienischen Flair in einem – und der Name klang einfach zu schön.“

Auch die Jugendlichen waren gespannt: Mats (15) dachte zunächst an „einen ganz kleinen Ort“ – und entdeckte dann einen wunderschönen Strand. Maira (17) freute sich besonders „auf das Essen, Pizza, Pasta – und die Tage am Pool mit Freundinnen“. Und Antonia (15) erzählt: „Ich war noch nie in Italien. Deswegen war ich natürlich aufgeregt, als wir dann losgefahren sind.“

Langeweile kam keine auf: Canyoning, Rafting, Fahrradtouren nach Viareggio oder der Ausflug nach Pisa standen auf dem Plan. Für Lasse (15) war Pisa „eine positive Überraschung“. „Ich hatte nicht viel erwartet, aber es war viel schöner als gedacht.“

Rike (17) schwärmt vom Rafting: „Wir konnten uns ins Wasser schubsen, unser Guide war super – es war spannend und lustig.“ Und Kine (15) erinnert sich ans Canyoning: „Wenn man in so einer großen Gruppe schwimmt und von Felsen springt, ist das einfach unvergesslich.“

Besonders beliebt: die Strandolympiade. „Alle zusammen beim Sonnenuntergang schwimmen – das war unvergesslich“, schwärmt Aurelia (15). Simeon (17) erzählt: „Das Tauschspiel mit einer Kartoffel hat uns geholfen, viele Leute vom Campingplatz kennenzulernen. Danach hat man sich ständig wieder getroffen und gegrüßt.“ Leif (15) setzt auf eigene Erkundung: „Mit Freunden Fahrräder mieten und nach Viareggio fahren – das war mein Highlight.“

Natürlich darf auch ein bisschen Chaos nicht fehlen: Henri (16) schildert lachend eine Zeltgeschichte, bei der ein fehlendes Bettlaken minutenlang zwischen fünf Jugendlichen hin- und herdiskutiert wurde – bis es am Ende einfach neben dem Besitzer lag. „Das war so eine typische Lagernacht, an die wir noch lange denken werden.“

Auch das fast komplett neue Betreuerteam blickt auf intensive Tage zurück. „Die größte Herausforderung war die Hitze“, sagt Tom Fleuren (21). „Aber wir haben das gemeinsam super gemeistert.“

Legendär bleibt der erste Tag: „Kevin, unser Lagerleiter, hat uns knallpinke Badekappen mit Blumen gegeben – Pflicht fürs Baden“, lacht Leon (19). „Leider wurden sie irgendwann verboten, weil sich die Blumen lösten. Aber legendär war’s trotzdem.“

Die Programmpunkte kamen auch bei den Teamer*innen an: Annabel (18) schwärmt vom Canyoning, Paula (18) vom Bad-Taste-Abend, und May (18) von der Talentshow: „Die Stimmung war unglaublich – alle haben mitgemacht, und das hat die Gruppe richtig zusammengeschweißt.“

Kulinarische Abenteuer

Für das leibliche Wohl sorgte mit ihrem Team Küchenchefin Gabi Winnekens. Auf dem Speiseplan standen Melonen, Nudeln und Tomaten – aber auch Klassiker aus der Heimat. „Am besten kamen Bratkartoffeln mit Spiegelei an“, berichtet sie.

Ein kleines Abenteuer erlebte sie beim Einkaufen: „Eine sehr geduldige Italienerin legte uns ihre Bonuskarte hin, damit wir Rabatt bekamen. Das war typisch italienische Gastfreundschaft.“

Wie in jedem Lager entwickelten sich Insider-Sprüche. Besonders beliebt: „Crash out“, wenn jemand so erschöpft war, dass er einfach ausstieg. Oder „Eine Frage, Go“, ein ritualisierter Spruch, wenn Jugendliche wieder mal voller Neugier Löcher in den Bauch fragten.

Neben dem Spaß blieb aber auch Ernsthaftes hängen: „Von den Jugendlichen habe ich gelernt, wie wichtig es ist, offen zu bleiben und die Dinge auch mal aus einer anderen Perspektive zu sehen. Ich habe gelernt, wie viel Energie entsteht, wenn Menschen ernst genommen und ermutigt werden. Und vor allem merke ich immer wieder, wie wichtig echte Gemeinschaft ist. Die Teilnehmenden haben mir beigebracht, meine eigenen Vorstellungen zu hinterfragen und flexibler zu denken“, reflektiert Betreuerin Finja (19).

Und wie beschreiben die Jugendlichen Torre del Lago Puccini in einem Wort? Louis (17) sagt schlicht: „Heiß.“ Fiona (15) findet es „ein schöner Traum“, und Judy entscheidet sich für „weitläufig“. Am Ende sind sich alle einig: Ob Sonnenuntergänge, neue Freundschaften oder die pinken Badekappen – dieses Ferienlager wird noch lange Gesprächsthema zu Hause sein.

Ein Gruppenfoto mit beeindruckender Hintergrundkulisse. Foto: Ferienhilfswerk St. Ulrich Alpen