Ärger um nächtliche Sprengungen im Salzbergbau wird Thema im Landtag
Der Düsseldorfer Landtag diskutiert darüber
KREIS WESEL. Nächtliche Sprengungen durch das Salzbergbau-Unternehmen K+S werden Thema im Düsseldorfer Landtag. Die Bürgerinitiative Salzbergbaugeschädigter NRW e.V. hatte sich zuletzt über entsprechende Aktivitäten beschwert.
„Die Betroffenen haben uns geschildert, dass sie im Raum Xanten und Alpen zu sehr frühen und sehr späten Tageszeiten durch massive Sprengungen aus dem Schlaf gerissen wurden“, sagt der SPD-Landtagsabgeordnete René Schneider. Dabei würden die Anlieger vor allem bei Sprengungen nach 21.30 Uhr oder bereits vor 6 Uhr am Morgen eine Störung der Nachtruhe beklagen.
„Die Menschen fühlen sich in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt“, sagt Schneider und fordert: „Wir müssen einen Weg finden, die berechtigten Interessen der Anwohner mit einem funktionierenden Bergwerksbetrieb in Einklang zu bringen.“
Daher fragt der Kamp-Lintforter Schneider nun im Landtag beim zuständigen Wirtschaftsministerium nach. In seiner Anfrage möchte er unter anderem wissen, ob die monierten Belastungen durch Sprengungen in späten Abend- und frühen Morgenstunden vom Planfeststellungsbeschluss abgedeckt sind. Ebenso fragt Schneider, welche Möglichkeiten es zur Begrenzung von Sprengzeiten oder transparenten Vorabinformationen gibt. „Hier eine Lösung zu finden, sollte im Interesse aller Beteiligten sein“, sagt Schneider.
Antworten muss die nordrhein-westfälische Landesregierung zur Sitzung des Unterausschusses Bergbausicherheit am 27. März vorlegen.
Der Salzabbau ist im Kreis Wesel weiterhin ein großes Diskussionsthema. NN-Archivfoto: Sabrina Peters