Abrissbagger reißt altes Verwaltungsgebäude der Reeser Stadtwerke mit Schriftzug und Firmenlogo ein.
29. Mai 2026 · Rees

Abriss des alten Verwaltungsgebäudes der Stadtwerke Rees hat begonnen

Ein Stück Firmengeschichte abgeschlossen – früherer Sitz stark baufällig

REES. Bei den Stadtwerken Rees ist in dieser Woche ein Kapitel Unternehmensgeschichte gut sichtbar zu Ende gegangen: Der Abriss des ehemaligen Verwaltungsgebäudes hat begonnen. Nachdem die Mitarbeiter bereits 2022 in den benachbarten Neubau umgezogen waren, rollen nun die Bagger an der alten Immobilie an.

Das frühere Verwaltungsgebäude war über Jahre hinweg stark baufällig geworden und konnte langfristig nicht erhalten werden. Ursache dafür waren Schäden am Baukörper, die letzten Endes durch den Untergrund entstanden waren. Verfüllmaterial aus Hochofenschlacke reagierte über die Jahre mit Feuchtigkeit, dehnte sich aus und führte zu erheblichen Rissen im Mauerwerk.

„Wir haben mit dem Abriss etwas gewartet, weil wir zum einen ja keinen Zeitdruck hatten und zum anderen auf sinkende Preise gewartet haben. Nun kostet uns der Abriss inklusive der Sortierung der Materialien und der fachgerechten Entsorgung rund 49.000 Euro“, sagt Geschäftsführerin Mareike Linsenmaier. „Gleichzeitig war dieser Schritt notwendig, weil das Gebäude baulich nicht mehr zu retten war. Umso mehr freuen wir uns, dass wir bereits vor einigen Jahren den Schritt in eine moderne und zukunftsfähige Verwaltung gehen konnten.“ Den Abriss erledigt die Firma Barking aus Bocholt.

Der neue Stadtwerke-Sitz befindet sich nur rund 50 Meter entfernt vom alten Gebäude. Der Neubau war bereits 2018 geplant worden und wurde unter Beteiligung regionaler Handwerksbetriebe sowie nach Plänen des Reeser Architekten Jürgen Terlinden umgesetzt. Auf rund 555 Quadratmetern bietet das neue Verwaltungsgebäude moderne Arbeitsplätze und Raum für die weitere Entwicklung des Unternehmens. Kostenpunkt seinerzeit: 1,3 Millionen Euro.

Besonderen Wert legten die Stadtwerke Rees beim Neubau auf zeitgemäße Energietechnik. Beheizt wird das Gebäude über eine Luft-Wasser-Absorptionswärmepumpe in Kombination mit Fußbodenheizung. Zusätzlichen Strom erzeugen Photovoltaik-Elemente auf dem Dach.

Vom Abriss nicht betroffen ist die bestehende Werkhalle der Stadtwerke Rees. Sie bleibt weiterhin in Betrieb und wird unverändert genutzt. „Auch wenn ein wenig Wehmut dazugehört, wichtig ist doch der Blick nach vorne“, sagt Linsenmaier. „Mit dem neuen Gebäude sind wir technisch und energetisch gut aufgestellt – und schaffen moderne Rahmenbedingungen für unsere Mitarbeitenden und unsere Aufgaben in der kommunalen Daseinsvorsorge. Das alte Gebäude ist jetzt Geschichte.“

Abrissbagger bei der Arbeit: Mit dem alten Verwaltungsgebäude verschwanden schlussendlich auch der alte Schriftzug und das sehr alte Firmenlogo der Reeser Stadtwerke. Foto: SW Rees