„800 Lieblingsstücke“ für das Stadtjubiläum von Rees
Bürger können persönliche Exponate für geplante Ausstellung einreichen. Eröffnung soll im November 2027 im Museum und Rathaus in Rees sein.
REES. In zwei Jahren, am 14. Juli 2028, feiert Rees den 800. Jahrestag der Stadterhebung durch den Kölner Erzbischof Heinrich von Molenark. Wichtige Bestandteile des Jubiläumsjahres werden auch stadthistorische Ausstellungen im Koenraad-Bosman-Museum und im Rathaus sein. Für die geplante Ausstellung „800 Lieblingsstücke“ setzen Stadtarchivarin Tina Oostendorp und Projektkoordinator Michael Scholten auf die Mithilfe aller Reeser.
Welche Gegenstände, die untrennbar mit großen und kleinen Momenten der Reeser Stadtgeschichte verbunden sind, schlummern in Kellern, Wohnzimmerschränken oder auf Dachböden? „Das kann die aufgehobene Eintrittskarte vom ersten Haldern-Pop-Festival sein oder der Lichtbildausweis von der 750-Jahr-Feier, aber auch das Playmobil-Piratenschiff, das vom gesparten Taschengeld im Spielzeugladen Raffel an der Dellstraße gekauft wurde“, nennt Michael Scholten einige Beispiele. Tina Oostendorp ergänzt: „Wir suchen Reeser Exponate, zu denen die Leihgeber eine persönliche oder sogar emotionale Verbindung haben – eben 800 Lieblingsstücke.“
Reeser Geschichte(n) – auch in den Ortsteilen
Ob Notgeld, Jubiläumsmünzen, Gemälde, Zeugnisse, Kassenbons oder der erste Drahtesel vom lokalen Fahrradhändler: Alles ist willkommen, sofern es mit Reeser Geschichte(n) verbunden ist. „Dazu gehören ausdrücklich die Ortsteile“, sagt Michael Scholten, „und wir freuen uns auch über Exponate aus anderen Städten, wenn die Leihgeber oder deren Vorfahren einen Bezug zu Rees haben.“ Erst kürzlich schenkte ein Mann aus Stuttgart dem Reeser Archiv zwei Poesiealben seiner 1916 in Rees geborenen Großmutter. Darin stehen gute Wünsche von vielen Reeser Schülerinnen und Lehrerinnen aus jener Epoche.
Die Erinnerungsstücke können nach telefonischer Ankündigung im Stadtarchiv, in der Reeser Touristeninformation oder bei Vorstandsmitgliedern des Reeser Geschichtsvereins abgegeben werden. Dort sind auch alte Fotos, Super-8-Filme und Videoaufnahmen von Rees und den Ortsteilen willkommen. „Wir sind gespannt auf alles, was unsere Stadtgeschichte noch ein bisschen lebendiger werden lässt“, sagt Stadtarchivarin Tina Oostendorp. Es reicht auch, zunächst nur ein digitales Foto oder eine kurze Beschreibung der Lieblingsstücke per Mail zu senden. Die Kuratoren der Ausstellung nehmen dann Kontakt zu den Leihgebern auf und vereinbaren eine spätere Übergabe oder Abholung.
„Lieblingsstücke“ bis Dezember einsenden
Geplant ist, die Ausstellung bereits im November 2027 im Museum und im Rathaus zu eröffnen und bis in den Frühling des Jubiläumsjahres 2028 laufen zu lassen. Der Einsendeschluss liegt deshalb im Dezember. Wer sich an der Aktion beteiligen möchte, darf auch gern mehrere Exponate einreichen, falls es schwerfällt, sich für ein einzelnes Lieblingsstück zu entscheiden.
Die Erinnerungsstücke können nach Ankündigung unter Telefon 02851/51480 im Stadtarchiv am Hermann-Terlinden-Weg 1, in der Reeser Touristeninformation am Markt 41 und bei Vorstandsmitgliedern des Reeser Geschichtsvereins abgegeben werden. Es reicht auch, zunächst nur ein digitales Foto oder eine kurze Beschreibung der Lieblingsstücke per E-Mail an tina.oostendorp@stadt-rees.de und an ms@ressa.de zu senden.
Für eine geplante Ausstellung zum Jubiläumsjahr suchen Projektkoordinator Michael Scholten und Stadtarchivarin Tina Oostendorp 800 Lieblingsstücke. Foto: Stadt Rees