200 Grundschüler entdecken die Tiere und Pflanzen des Waldes
Waldjugendspiele der Stadt Geldern im Walbecker Grenzwald
WALBECK. Welche Tiere leben in unseren Wäldern und welche Pflanzen sind hier beheimatet? Um Gelderner Grundschülern praxisnahe Antworten auf diese Fragen zu geben, veranstaltet die Stadt Geldern einmal pro Jahr die Waldjugendspiele im Walbecker Grenzwald.
Knapp 200 Gelderner Grundschüler der Kapellener Marienschule, der Walbecker St.-Luzia-Schule, der Albert-Schweitzer-Schule und der St.-Michael-Schule nahmen diesmal teil und absolvierten in kleinen Gruppen einen Parcours-Lauf durch den Wald mit zwölf Stationen. „Ich finde es gut, dass man durch den Wald läuft, verschiedene Aufgaben löst und dabei etwas lernt“, freute sich Felix aus der 4b der St.-Luzia-Schule Walbeck.
Ziel der Waldjugendspiele ist die Wissensvermittlung zum Thema Wald auf eine spielerische Art und Weise. „Wir möchten den Kindern auf praktische Weise die Natur näherbringen und ihnen die Vielseitigkeit der lokalen Wälder zeigen“, erzählt Doris Schreurs vom Bereich Umwelt, Klima, Mobilität der Stadt Geldern. „Es freut uns immer sehr, wie viel Spaß die Kinder an der Lösung der Fragen haben und vor allem wie stolz sie sind, als Gruppe ohne Begleitung durch den Wald laufen zu dürfen.“
An den Stationen mussten die Kinder verschiedene Baumarten bestimmen, kleine Wissensaufgaben lösen oder Fußspuren den richtigen Tieren zuordnen. Auch ein Baumtelefon konnten die Kinder ausprobieren. Die Kinder sollten zudem Blätter den entsprechenden Bäumen zuordnen oder das Alter eines Baumes anhand seiner Ringe bestimmen.
„Es ist wichtig für Kinder, dass sie überhaupt mal in den Wald kommen“, so Andreas Thoneick, Förster beim Forstamt Niederrhein, der die Waldjugendspiele begleitet. „Wir haben tatsächlich immer wieder Kinder dabei, die noch nie im Wald waren. Daher möchten wir, dass mehr Kinder ein Verständnis für den Wald entwickeln. Durch die Waldjugendspiele sehen sie, was für sehenswerte Bäume und Tiere es gibt und welche Spuren man finden kann. Wir möchten, dass sie ein Gefühl für den Wald und die Natur bekommen.“
Und diese Möglichkeit sollen nicht nur die Grundschüler bekommen. „Der Parcours ist offen für alle und wir freuen uns, wenn Familien die Gelegenheit nutzen und mit ihren Kindern durch den Wald gehen, um die Aufgaben gemeinsam zu lösen“, so Doris Schreurs. Das Aufgabenblatt ist auf der Internetseite der Stadt Geldern unter „Waldjugendspiele“ zu finden.
Organisiert wurden die Waldjugendspiele vom Bereich Umwelt, Klima und Mobilität der Stadt Geldern in Kooperation mit dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW, Regionalforstamt Niederrhein.
Förster Andreas Thoneick erklärte den Kindern die Waldjugendspiele. Foto: Stadt Geldern/Leeder