200 Gäste beim politischen Dialog mit Herbert Reul
Volles Haus beim Besuch des NRW-Innenmisters in der Bürgerhalle Herongen
HERONGEN. Großer Andrang, ehrliche Worte und eine lebhafte Debatte: Die CDU Straelen blickt auf einen überaus erfolgreichen Abend in der Bürgerhalle Herongen zurück. Rund 200 Bürger, darunter auch eine Schülergruppe des Gymnasiums Straelen, waren der Einladung gefolgt, um NRW-Innenminister Herbert Reul hautnah zu erleben und intensiv mit ihm über drängende Zukunftsfragen zu diskutieren.
Zum Auftakt verdeutlichte der Vorsitzende der CDU Straelen, Jannis Delbeck, in seiner Begrüßung die direkte Verbindung zwischen der Landesinnenpolitik und dem Alltag der Menschen am Niederrhein: „Innere Sicherheit und der Schutz unserer Gemeinschaft beginnen nicht erst in den Großstädten, sondern direkt vor unserer Haustür in Straelen. Gerade in einer Grenzregion wie unserer sind eine präsente Polizei, ein verlässlicher Schutz vor Kriminalität und ein starker Katastrophenschutz unersetzlich. Dass so viele Menschen heute den Weg in die Bürgerhalle gefunden haben, zeigt, wie groß das Bedürfnis nach Orientierung, Haltung und echtem Dialog ist.“
Nach seinem Vortrag zum Einstieg stellte sich der Minister gewohnt direkt und ausführlich den vielen Fragen aus dem Publikum. Dabei brachten die Anwesenden vor allem regionale Sorgen der Grenzregion zur Sprache. Betroffene Bürger berichteten eindringlich über gehäufte Einbrüche in landwirtschaftliche Betriebe sowie Vandalismus auf Spielplätzen und forderten eine höhere Polizeipräsenz im ländlichen Raum sowie flexiblere Möglichkeiten zur Videoüberwachung. Auch die Herausforderungen der Grenznähe bei der Bekämpfung der Drogenkriminalität, die Gefahren durch E-Roller im Straßenverkehr und der Einsatz moderner Polizeidatenbanken wurden intensiv erörtert.
Neben Sicherheitsfragen vor Ort standen auch gesellschaftspolitische Themen im Fokus. In der Debatte zur Asyl- und Migrationspolitik thematisierten Gäste unter anderem das Spannungsfeld zwischen Fachkräftemangel und Abschiebungen bereits beschäftigter Pflegekräfte, die Notwendigkeit differenzierter Abschiebeverfahren sowie die Bekämpfungvon Sozialleistungsbetrug durch Doppelidentitäten. Abgerundet wurde die Diskussion durchBeiträge zur konsequenteren Verfolgung von Wirtschaftskriminalität, zur Stärkung der Jugendarbeit an der Basis und zur allgemeinen Vertrauenskrise in die Politik.
Am Ende gab es viel Beifall für Herbert Reul, dem die Gäste eine beeindruckend offene und nahbare Art bescheinigten.
Minister Herbert Reul war zu Gast in Herongen. Foto: im.nrw/Tim Wegner