1000-Bäume-Programm für 1000-jährige Geschichte
13. März 2024 · Kranenburg

1000-Bäume-Programm für 1000-jährige Geschichte

Auch in diesem Jahr beteiligt sich Burg Zelem am nachhaltigen Förderprogramm des Kreises Kleve, zum Schutz des Klimas Bäume zu pflanzen. Der historische Zelemer Weg, über den seit dem Mittelalter Besucher die Denkmalanlage mit zwei Vorburgen in Kranenburg-Mehr aufsuchen, wurde aufgeforstet. Bei herrlichstem Frühlingswetter pflanzte Gartenbaumeister Peter Erkes mit seinen Mitarbeitern und Helfern 38 Stieleichen, von denen zehn gefördert werden. Ziel ist es, dem alten Zuweg, dessen Baumbestand in den letzten Jahren durch Klimaeinflüsse und Strukturwandel stark geschmälert wurde, wieder einen Alleencharakter zu verleihen. Stieleichen, mit botanischem Namen Quercus robor, können bis zu 1000 Jahre alt werden, sie liefert nicht nur wertvolles Holz, sondern auch Futter für Vieh. Ihre starke Wurzelbildung trotzt den Extremwetterlagen sowie heftigen Wetterumschwüngen. Sie ist in ganz Europa vor allem im kontinentalen Klimaraum beheimatet und wächst gerne in der Umgebung von historischen Anlagen- also der ideale Baum für eine Burg-Allee als Abgrenzung zu den landwirtschaftlichen Flächen wie es früher einmal war. Gleichzeitig bietet sie Brut- und Nistflächen im Vogelschutzgebiet. Zwischen den einzelnen Stieleichen entlang des 800 Meter langen Weges wurden alte Hecken- und Gehölzstreifen angelegt, mit denen man früher Wiesen und Weiden einhegte. Durch die Einführung von Stacheldrahtzäunen ist viel von der kleinräumlichen Heckenstruktur verloren gegangen. Mit diesen Gehölzstreifen sollen zusätzliche, ökologisch wertvolle Räume geschaffen werden, die nicht nur das Landschaftsbild aufwerten, sondern ein kulturhistorisches Element der Düffellandschaft am unteren Niederrhein darstellen. Burg Zelem ist mittlerweile ein beliebtes Ausflugziel für Wanderer und Fahrradfahrer. Denkmalpflege bedeutet heute auch mehr denn je Umgebungsschutz. Mehr Infos zum Denkmal unter burg-zelem.de.Foto: privat