Vielfalt auf der Bühne des Emmericher Stadttheaters
Neues Programm für die Theatersaison 2025/2026 steht fest
EMMERICH. „Vor eineinhalb Jahren hätte ich nicht gedacht, dass wir heute hier sitzen, und das Theaterprogramm für die Saison 2025/26 vorstellen würden“, sagt Andrea Joosten, Leiterin der Emmericher Kulturbetriebe. Schon länger steht fest, dass das Stadttheater einer umfassenden Sanierung mit Umbau unterzogen werden soll, der Start der Maßnahmen wurde in einer Ratssitzung im Mai 2024 allerdings um eine Saison verschoben: ganz zur Freude des Theaterteams.
Die Vorbereitungen für das Programm 2025/26 konnten ungehindert getroffen werden. So wird den Emmericher Zuschauern noch einmal ein vielseitiges Repertoire aus Musik, Kabarett und klassischen Bühnenstücken präsentiert, bevor sich die Türen der Kulturstätte im Sommer 2026 vorerst schließen. Los geht es wie in jedem Jahr mit dem internationalen Studentenmusikfestival. Die erste Vorstellung startet am Dienstag, 22. Juli um 19 Uhr und der Eintritt ist frei. Junge Musiker aus Deutschland, der Niederlande, Neuseeland, China und weiteren Ländern zeigen dabei ihr können am Klavier.
Die Kriminalkomödie „Das Kind in mir will achtsam morden“ gehört zu den Programmpunkten, die Joosten „ganz besonders hervorheben möchte“. Bei der Buchadaption handelt es sich um die Fortsetzung des Klassikers „Achtsam morden“, der als Inszenierung für die Bühne schon im Januar für viel Begeisterung im Stadttheater gesorgt habe, wie Joosten weiter betont. Die Vorstellung findet am Sonntag, 14. September ab 20 Uhr statt, Karten sind für elf bis 20 Euro je nach Kategorie zu haben. Nach viel Zuspruch können sich die Emmericher auch noch einmal auf Guido Kantz freuen. „Nach seiner letzten Show im Stadttheater bekamen wir von vielen die Rückmeldung, dass sie Guido Kantz gern noch einmal sehen würden. Das konnten wir möglich machen“, berichtet Joosten erfreut. Der Komiker spielt am Freitag, 26. September um 20 Uhr sein aktuelles Programm „Komische Zeiten“ und spricht darin über eigenartige Erlebnisse, die Midlife-Crisis und seine Familie. Tickets gibt es für
33 Euro.
„Neu im Programm haben wir auch eine Sondervorstellung mit Hugo Egon Balder. Zum ersten Mal tritt er mit einem Soloprogramm auf. Sonst konnte man ihn meist nur in Verbindung mit anderen Künstlern in Theaterstücken sehen“, erläutert Joosten. Am Freitag, 14. November berichtet Balder dem Publikum von seinem Leben als Entertainer und Moderator: „Mein Publikum verdient mich. Hugo Egon Balder ohne alles“, heißt es in der Beschreibung seines Programms „Erzählt es bloß nicht weiter“. Die Show beginnt um 20 Uhr. Eintritt für 31,80 Euro.
„Die Stachelschweine“ sind mit ihren satirischen Darstellungen von Politikern und Ereignissen im Stadttheater Emmerich keine Unbekannten, 2025 feiern sie mit ihrer Show „Ich hab‘ noch einen Tesla in Berlin“ aber ihr 75-jähriges Bestehen. Wer wissen möchte, wie Sahra Wagenknecht sich als Bundeskanzlerin 2029 verhält, in einem Jahr, in dem das Käsebrötchen 14 Euro kostet, schaut sich die Show am Samstag, 22. November um 20 Uhr an. Tickets kosten zwischen 23 und 27 Euro. Schüler zahlen fünf Euro.
Besucher die sich eher auf musikalische Beiträge freuen, kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Egal ob Klänge von den Beatles am Montag, 24. November, Hans Zimmer am Dienstag, 16. Dezember, Adele am Dienstag, 20. Januar 2026, oder Abba am 25. Januar, für jeden ist etwas dabei. Der bekannte Sänger und Autor Max Mutzke interpretiert auf der Bühne am Sonntag, 22. Februar 2026 seine eigene Biografie auf musikalische Weise. Darin lässt er ab 20 Uhr in sein bisheriges Leben blicken sowie den Verlauf seiner Karriere.
Doch nicht nur landesweit bekannte Musiker gibt es im Stadttheater zu sehen. Auch lokal aktive Künstler bringen ihre Musik auf die Bühne. Das Salonorchester „Schwarze Rose“ am Sonntag, 2. November oder das Blasorchester Praest am Sonntag, 15. März 2026 spielen ihr traditionell doch modernes Konzert und beweisen talentierten Umgang mit ihren Instrumenten. Das macht besonders Bürgermeister Peter Hinze stolz: „Ich finde es schön, dass auch regional spielende Orchester im Stadttheater eine Bühne bekommen. Es zeigt, dass wir auch hier vor Ort so einige Hochkaräter haben.“
Abgerundet wird das Programm zusätzlich mit diversen Angeboten für Kinder. Hier können sich die Kleinen zum Beispiel auf Biene Maja, Rotkäppchen, Das Dschungelbuch, Hase und Igel oder Conni – Das
Musical freuen. Gesponsert werden die Aufführungen erneut von der Volksbank, die sich freue, Veranstaltungen in Emmerich zu unterstützen. Man sehe den Bedarf an Kunst und Kultur besonders bei Jugendlichen, erläutert Peter Schau vom Vorstand der Volksbank Emmerich. Als junger Vater freue er sich auch schon persönlich mit seinen Kindern auf den nächsten Besuch im Stadttheater.
Tickets und weitere Informationen zum Programm gibt es im Theaterbüro am Grollscher Weg 6 oder online unter www.reservix.de. Begeisterte Theaterliebhaber müssen sich im Übrigen nicht vor der Saison 2026/27 fürchten. Trotz Umbau des Stadttheaters verspricht Andrea Joosten abschließend: „Wir werden andere Spielstätten finden, in denen wir das Programm 2026/27 vorstellen können. Es muss niemand auf Theater verzichten.“
Bereits ein Jahr im Voraus wird das Programm des Stadttheaters Emmerich für die jeweils nächste Saison geplant. Darüber, dass es bald losgeht freuen sich hier (v.l): Bürgermeister Peter Hinze, Peter Schau (Volksbank), Andrea Joosten und Sabine Sdrenka (Stadttheater).NN-Foto: J. Kurschatke