In den Werkstätten des Berufskollegs konnte man sich in verschiedenen Berufsfeldern ausprobieren. NN-Fotos: Theo Leie

GELDERN/NIEDERRHEIN. Trotz zweijähriger Präsenzpause hat die Corona-Pandemie dem „Tag der Ausbildung“ keinen nachhaltigen Schaden zugefügt. Im Gegenteil sogar, das Interesse war vielleicht so groß wie nie zuvor: Weit mehr als 100 Aussteller und unzählige Besucher haben den „18. Tag der Ausbildung“ im Berufskolleg Geldern des Kreises Kleve am vergangenen Samstag zu einem vollen Erfolg gemacht.
„Wir sind sehr zufrieden. Wir hatten eine wahnsinnig gute Resonanz“, sagt Mitorganisatorin Edda Christians vom Berufskolleg Geldern. Damit bezieht sie sich nicht nur auf die starke Zahl von 135 Ausstellern, die den „Tag der Ausbildung“ mittlerweile zu einer der größten Ausbildungsmessen macht. Auch sehr viele Besucher, vor allem Schüler der umliegenden Schulen, hätten sich über die verschiedenen Berufsbilder und Studienmöglichkeiten erkundigt. „Die Schule war so voll, dass man zeitweise gar nicht durch die Gänge gekommen ist“, erzählt sie. Und weil man angesichts dessen schnell mal den Überblick verlieren kann, standen einige Berufskolleg-Schüler vor Ort als Guides zur Verfügung. Die Veranstalter konnten somit wieder an den Erfolg vergangener Präsenzausgaben anknüpfen. „Wenn es dieses Mal nicht sogar ein wenig besser war, da solche Veranstaltungen eine ganze Zeit lang gar nicht stattfinden konnten.“

In den verschiedenen Werkstätten ging es eher praktisch zu. Neben dem Schauwert sorgten die Bäcker zusätzlich für leckeren Duft.

Positives Feedback

Auch wenn die Besucherzahlen bereits eine deutliche Sprache sprechen: Das Besucher-Feedback zum „Tag der Ausbildung“ sei laut Christians sehr gut ausgefallen. Großes Interesse haben zum Beispiel die lebendigen Werkstätten auf sich gezogen, wo zum Beispiel die Tischler und Bäcker ihr Handwerk vorführten. Gelobt worden sei generell auch das sehr vielfältige Informationsangebot und die ergänzende Homepage. Über diese konnte man schon im Vorfeld unter anderem mit einer neuen Suchfunktion die vielen Möglichkeiten recherchieren und einen Fahrplan für sich erstellen, um das meiste aus der Messe herauszuholen. Das stellte sich auch für die Aussteller als großer Vorteil heraus: So seien nicht nur wieder Kontaktdaten für Praktika ausgetauscht worden, erzählt Edda Christians, zum Teil hätten die Besucher sogar schon ihre Bewerbungen mitgebracht und eingereicht. Diese Erfolge kann das Team des Berufskollegs nur bestätigen: „Man konnte sich das erste Mal für unsere vollzeitschulischen Bildungsgänge direkt vor Ort anmelden. Viele haben diese Gelegenheit genutzt.“ Aber auch davon abgesehen zeigen sich die Aussteller sehr zufrieden. „Sie haben viele interessante Gespräche geführt.“ Ein wichtiger Faktor für den Erfolg war neben den Angeboten selbst auch die Art ihrer Vermittlung. Erleichtert wurden die Begegnungen nämlich durch den Kontakt auf Augenhöhe. „Dadurch, dass die meisten Aussteller ihre Auszubildenden mitbringen und ihre Stände zum Teil nur durch Azubis betreuen lassen, ist die Hemmschwelle viel niedriger“, sagt Christians.

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Landrat Christoph Gerwers eröffnete den Tag der Ausbildung offiziell.

Die 19. Auflage kommt

Angesichts des erneuten Erfolgs ist eine 19. Auflage schon fest geplant. „Fast alle Aussteller haben bestätigt, auf jeden Fall wiederkommen zu wollen“, sagt Christians. Nur die Kapazitätsgrenzen des Berufskollegs würden wohl schon bald erreicht werden. „Viel mehr Aussteller werden wir nicht mehr ins Gebäude bekommen.“ Bedeutende Veränderungen sind aktuell nicht geplant. „Im Großen und Ganzen läuft die Kooperation so gut, dass wir keinen großen Handlungsbedarf sehen, an einzelnen Stellen noch viel verbessern oder verändern zu müssen“, erklärt Christians. Ein paar Kleinigkeiten hat man dennoch im Blick: „Wir wollen versuchen, die Informationen vorab noch besser zu streuen.“