GOCH. Als im November vergangenen Jahres die Zusage des Westdeutschen Volleyball-Verbandes (WVV) kam, war die Freude beim 1. Volleyballclub Goch 1981 (VBC) riesig: Der Verein richtet am Wochenende 25. und 26. März in der Sporthalle des Gymnasiums Goch, an der Hubert-Houben-Straße, die Westdeutschen Meisterschaften der männlichen U20 aus. Hier treten die zwölf besten Volleyballmannschaften der Altersklasse U20 (Jahrgänge 2004 und jünger) in NRW an einem Wochenende gegeneinander an. Die ersten beiden Plätze sind für die Deutschen Meisterschaften am 13. und 14. Mai in Mühldorf /Bayern qualifiziert.
„Wir sind stolz, dass wir den Zuschlag als Ausrichter bekommen haben“, so Derk Wetzold, Trainer der männlichen U20 und Vorsitzender des VBC, „wir freuen uns, Volleyball auf diesem Niveau zeigen zu können.“ Das sei das größte Event für den Verein seit der Gründung 1981. 150 Mitglieder hat der VBC aktuell, mehr als 75 Prozent sind Jugendliche. Mit der Zusage werde die Jugendarbeit des 1.VBC im besonderen und im Gocher Sportgeschehen allgemein gewürdigt, unterstreicht Bürgermeister Ulrich Knickrehm die Bedeutung dieses sportlichen Ereignisses. Von ähnlicher Größenordnung sei in Goch zuletzt nur das Fußball-Länderspiel der U20-Frauen Deutschland gegen die Niederlande gewesen.

Jugendarbeit

2017 hat Derk Wetzold das Projekt der männlichen Nachwuchsförderung beim VBC gestartet. „ich selber bin beim VBC groß geworden“, erzählt er, „mein Ziel war es, die Jugendlichen ans Vereinsleben heranzuführen und durchaus leistungsorientiert eine Jungenmannschaft neu aufzubauen.“ Einige Spieler sind seit der U13 dabei; die Westdeutschen Meisterschaften hatten Trainer und Mannschaft dabei immer im Blick. Durch Corona fiel eine Saison weg, in der man sich hätte qualifizieren können. „Die Zeit ohne Sport war schon schwierig für die Jungs“, weiß Wetzold. Trotz aller Widrigkeiten habe sich die Mannschaft aber jedes Jahr verbessert. So waren einige Spieler 2022 als U18-Teilnehmer der Westdeutschen Meisterschaften in Menden-Mulch dabei. Auch die U20 hatte sich 2022 als zwölfte Mannschaft eigentlich schon qualifiziert, musste aber aufgrund des Reglements ihren Platz dem Ausrichter überlassen, der sich nicht qualifiziert hatte.
Noch stehen die restlichen Teilnehmer für die Auflage 2023 nicht fest. Am kommenden Wochenende findet die erste Qualifikationsrunde für die diesjährigen Westdeutschen Meisterschaften statt. Es ist der letzte Spieltag der NRW-Liga, danach sind vier Teilnehmer gesetzt. Anfang März spielen dann in der B-Qualifikation 16 Mannschaften, von denen acht weiterkommen.
„Ein Platz unter den Top 8 wäre die Krönung“, das wünschen sich die VBC-Mannschaftskapitäne Benn Köllner und Felix Wetzold für das Turnier in Goch, „Hauptsache, nicht als Letzter aus der Gruppe gehen.“ Mit ihren Teamkollegen brennen sie darauf, zu zeigen, was sie können. Apropos Jugendarbeit: Beide trainieren bereits die U16 des VBC.

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Livestream

„Man kann bei solch einem Turnier sportlich nur gewinnen“, sagt Bürgermeister Knickrehm, „es ist schön, Turnierluft zu schnuppern und so etwas ausrichten zu dürfen. Wenn wir als Stadt etwas dazu beitragen können, machen wir das gerne.“ Das wird zum einen der Livestream aus dem Rathaus sein, wenn die Spielpaarungen auslost werden. „Die U20 kommt dann zum Schluss als Höhepunkt“, so Stadtpressesprecher Torsten Matenaers. Auch das Turnier werde live gestreamt – hier nicht alle Spiele, weil die Partien zeitgleich stattfinden, aber: „das Finale auf jeden Fall“, betont Matenaers. Wer die Atmosphäre vor Ort erleben möchte, ist herzlich willkommen: „Man kann einfach hingehen und gucken, es gibt für alle die Möglichkeit, schönen Volleyball zu sehen und sich die Sportart einmal anzuschauen“, lädt Derk Wetzold alle Interessierten ein, „es ist eine tolle Sportart, die auch Teamfähigkeit hervorbringt; da lernt man etwas für das Leben.“
Mehr Infos über den VBC gibt es hier: www.vbcgoch.de.

Großes Bild: Sie freuen sich auf das sportliche Großereignis in der Weberstadt (v. l.): Derk Wetzold (Vorsitzender des 1. VBC), Bürgermeister Ulrich Knickrehm, Felix Wetzold (1. VBC), Judith Boell (Fachbereichsleiterin Jugend, Schule, Sport und Sozialwesen) und Ben Köllner (1. VBC). NN-Foto: CDS