Eltener Maveric Hülsmann schreibt Mallorca-Song

Der 26-Jährige bringt mit Sänger und Produzent Ikke Hüftgold „Vodka Lemon“ heraus

Maveric Hülsmann Ikke Hüftgold
Im Studio in Limburg: Maveric Hülsmann (l.) und Ikke Hüftgold. Fotos (2): Paul Pasytsch

EMMERICH. Sonne, Strand, Party – das verbinden viele mit Mallorca. Nicht zu vergessen natürlich die Hits von Sängern wie Mickie Krause, Tim Toupet, Peter Wackel, Markus Becker und Ikke Hüftgold. Letzterer ist zudem erfolgreicher Produzent mit seinem Label Summerfield Records und hat künftig eine Verbindung nach Emmerich, genauer nach Elten. Dort wohnt Maveric Hülsmann. Der 26-Jährige hat einen Mallorca-Song geschrieben, produziert von und bei Summerfield, der Anfang August – wie auch das Video – herauskommt.

Hülsmann ist gelernter Kaufmann für Büromanagement, arbeitet bei einer Zollagentur, ist begeisterter Fußballer – wenn auch inzwischen eher passiv – und kommt aus einer Familie, die „null musikalisch ist“, wie er selbst lachend verrät. „Ich habe in jungen Jahren ein halbes Jahr Klavier gelernt, aber das Lernen und Lesen von Noten war mir zu anstrengend“, gibt er offen zu. Beste Voraussetzungen also, um einen Song zu schreiben.

Bleibt also die Frage: Warum? „Ich weiß es bis heute nicht, weshalb ich einen Song schreiben wollte“, erzählt Maveric Hülsmann. Doch im Vorfeld einer Mannschaftsfahrt – natürlich nach Mallorca – war es plötzlich so weit. „Ich hatte eine Melodie im Kopf und habe dazu einfach mal den Text geschrieben.“ Das erste Publikum für „Halt doch mal die Klappe“: seine Teamkollegen im Bus auf dem Weg zum Flughafen. Dort kam er ebenso gut an wie später auf der Party-Insel, wo er – auf Initiative seines Freundes Lars Verbücheln – vor Gruppen am Strand sein Lied kurzerhand a-capella vortrug.

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Crowdfunding bringt Startkapital für erste Songs

Maveric Hülsmann Musikvideo
Maveric Hülsmann bei den Aufnahmen für das Musikvideo zu „Vodka Lemon“.

Es folgten ein zweites Lied mit dem Titel „Party-Kalle“ und wieder positives Feedback von Freunden und Bekannten – und vor etwa einem halben Jahr schließlich der Kontakt zum Tonstudio Keusgen in Haldern. Matthias Höfkens und Florian Hermsen sagten auch sofort zu, beide Songs aufzunehmen. Doch erst ein Crowdfunding brachte das benötigte Startkapital. „Ohne diese Spender hätte das alles nicht geklappt“, ist Hülsmann bis heute dankbar.

Mit der Zusage des Halderner Tonstudios schrieb er gleich noch einen dritten Song: „Vodka Lemon“. Darin „feiere ich das Mallorca-Getränk schlechthin, über das es noch kein Lied gab“, sagt Maveric Hülsmann. Seine Freundin Raphaela Hackfort durfte den Song als Erste hören und war begeistert. So nahm Hülsmann letztlich drei Lieder in Haldern als Demo-Tape auf – und entschied sich im Anschluss, Kontakt zu Ikke Hüftgold aufzunehmen und anzufragen, ob er ihm einen seiner Songs vorstellen dürfe. „Ich habe ihm ‚Vodka Lemon‘ zugeschickt, und am nächsten Tag kam die Nachricht von Ikke, dass er den Song gut findet und Interesse daran hat, ihn zu produzieren“, erzählt Hülsmann. Was ihn besonders freute: „Ikke ließ mir alle Optionen offen – ob ich selbst auf der Bühne stehen oder den Song als Feature mit einem weiteren Künstler herausbringen will. Vor allem aber war er sehr sympathisch und hat alle Fragen beantwortet.“

Letztlich entschied sich der 26-jährige Emmericher für die Feature-Option – zusammen mit Ikke Hüftgold selbst, der auch sofort zusagte. In der vergangenen Woche ging es dann für ihn nach Limburg zu Summerfield Records, um den Song einzusingen und gleich auch das Musikvideo aufzunehmen. „Wir waren sieben Stunden da, aber die Zeit ist so verflogen“, erzählt Hülsmann. „Es war unglaublich spannend, das alles zu erleben.“

Die Hoffnung: ein Live-Auftritt auf Mallorca

Wie es nun weitergeht, ist noch ungewiss. „Ich weiß nicht, ob den Leuten mein Song gefällt, ob sie meine Stimme mögen“, sagt Maveric Hülsmann. „Aber natürlich habe ich die Hoffnung, dass er so gut ankommt, dass auch mal Live-Auftritte folgen.“ Der langfristige Wunsch: einmal auf Mallorca aufzutreten. Dennoch: „Alles auf die Karte Musik zu setzen, kommt für mich nicht in Frage. Ich habe einen Job, der mir gefällt und den ich auch nicht aufgeben will“, betont Hülsmann. Die Zusammenarbeit mit Ikke Hüftgold sieht er vielmehr als Chance und Einstieg ins Musikgeschäft – übrigens unter seinem Vornamen. „Aufgrund meines Instagram-Namens dachte Ikke, ‚Maveric‘ wäre nur mein Spitzname und ich sollte ihn doch als Künstlernamen wählen“, verrät Hülsmann schmunzelnd.

Diskussion
Sänger und Produzent Ikke Hüftgold ist derzeit vor allem aufgrund der Sexismus-Debatte um den Song „Layla“ in den Schlagzeilen.
Dazu sagt Maveric Hülsmann: „Das ist doch einfach nur ein geiler Song, der Party und Stimmung macht. Ich weiß nicht, warum die Leute deswegen so ein Fass aufmachen. Für mich ist bei einem Song vor allem wichtig, dass er gute Laune macht.“

Die nächsten Schritte sind für ihn nun, einen vierten Song zu schreiben und die ersten zwei in Haldern zu beenden. Und abwarten, dass aus „Vodka Lemon“ wird: „Diese ganze Entwicklung ist unglaublich.“ Wer das Ganze bis dahin weiter verfolgen möchte, kann dies auf dem Instagram-Kanal von Maveric Hülsmann (maveric_huelsmann).“