KREIS KLEVE. Neue Perspektiven verschaffen neue Möglichkeiten. Mit einer Aktion der etwas anderen Art wollen die Wirtschaftsförderung des Kreises Kleve und die Sparkassen und Volksbanken den Kreis in neue Sphären heben: Mit einem bedruckten Heißluftballon soll der Kreis als „Raum für Investitionen“ und „Gründerland“ beworben werden.

Schon seit vielen Jahren arbeiten die Kreis-WfG und die Kreditinstitute zusammen, um mit Veranstaltungen die Wirtschaft im Kreis voranzubringen und das Unternehmertum zu fördern: Gründerseminare oder Unternehmerabende sind nur ein paar Beispiele.

Dass es dieses Jahr in eine neue Richtung geht, liegt an Corona. Da die üblichen Events nicht stattfinden konnten, sparte das ungewollt Geld. Als dann Hans-Josef Kuypers, Geschäftsführer der Kreis-WfG, einen bedruckten Heißluftballon als neue Idee vortrug, fand sie sofort Anklang. Nach wie vor gilt schließlich: „Wir wollen gute Werbung für den Kreis als Wirtschaftsstandort machen“, sagt Landrätin Silke Gorißen. Und so ziehen seit Jahren alle an einem Strang, auch die untereinander konkurrierenden Banken. „Natürlich sind wir Wettbewerber, aber gleichzeitig Brüder im Geiste“, erklärt Wilfried Röth, Vorstand der Sparkasse Rhein-Maas.

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Johannes Janhsen, Vorstand der Volksbank an der Niers, stimmt zu. Man verfolge dieselben Ziele. „Hier geht es darum, sowohl die Bedeutung des Kreises Kleve als Wirtschaftsstandort im Kreis präsent zu machen, aber auch darüber hinaus in der Nachbarschaft.“ Es gehe darum, Unternehmern zu zeigen, dass es eine regionale, starke Kreditwirtschaft gebe. „Es ist ein wichtiges Signal an regionale Unternehmer von regionalen Kreditinstituten. Wir betreiben Wirtschaftsförderung in einer Heimat, in der es sich lohnt zu wirtschaften, aber auch zu leben.“ Wie groß der Zusammenhalt diesbezüglich ist, zeigt auch der Umstand, dass der Ballon der wahrscheinlich einzige in Deutschland ist, der die Logos der Sparkasse und Volksbank auf einer Fläche vereint.

Positive Gefühle mit der regionalen Wirtschaft verknüpfen

Laut Röth habe die Idee intern auch deshalb sofort Anklang gefunden, „weil der Anblick eines Heißluftballons positive Gefühle weckt.“ So könne eine positive Assoziation mit der regionalen Wirtschaft und den Kreditinstituten entstehen, erläutert er. Für Landrätin Gorißen ist der Ballon ein „Sahnehäubchen“ und ein „deutliches Signal“ bei der Förderung der Wirtschaft.

Zieren werden den Ballon die Logos des Kreises Kleve, der Sparkasse und der Volksbank, die Farben der WfG – Gelb und Grün – aber auch auf jeder Seite ein Schriftzug: „Raum für Investitionen Kreis Kleve“ und „Gründerland Kreis Kleve“ bringen die Botschaft auf den Punkt.

Laut Kuypers wird der Ballon wohl meist in der Region zu sehen sein, einen festen Fahrplan gebe es aber nicht. „Er kann dort hin, wo der Eigentümer, Michael Krämer, ihn platzieren möchte.“ Starten soll der Ballon voraussichtlich das erste Mal im Juni.
Was jetzt noch fehlt, ist allerdings ein Name für den Ballon. Deshalb rufen die Verantwortlichen die Bürger des Kreises Kleve zu Vorschlägen auf. Diese gehen bis Dienstag, 10. Mai, per Mail an info@wfg-kreis-kleve.de. Wer gewinnt, kann bei einer der ersten Fahrten dabei sein.