KLEVE. Jeder bekommt eine faire Rückmeldung und wird mit Respekt behandelt. „Bei uns steht nicht im Vordergrund, uns über die Kandidaten lustig zu machen“, sagt André Müller und stellt klar: „Da muss keiner Angst haben.“ Die Talent-Castings von Electric Visons Cleve finden deshalb auch nicht öffentlich statt. Erst im Halbfinale und im Finale dürfen die Teilnehmer mit Lampenfieber rechnen. Dann treten sie vor Publikum auf – „und ab dem Zeitpunkt ist es natürlich auch ein Wettbewerb“, sagt Müller. Schließlich bestimmen Publikum und Jury zu gleichen Teilen, wer den Sieg feiern kann.

Geplant war das Talent-Casting eigentlich schon für 2019, doch dann kam die Pandemie. Für Müller und seine Mitstreiter, allen voran Jessika Jans und Arne Lüders, kein Grund, den Kopf hängen zu lassen. „Wir haben die Corona-Zeit gut genutzt“, sagt der Gründer des Musiklabels. Im vergangenen Jahr wurde ein kleines Tonstudio eingerichtet, Electric Visions wurde zum Verein – und am 7. Mai eröffnet ein kleines Café mit Terrasse, Chill-Ecke und Bühne in den Räumlichkeiten des ehemaligen Pannier-Geländes an der Ackerstraße in Kleve. Hier wird es alkoholfreie Getränke geben, „auf Spendenbasis“, erklärt Jessika Jans. Später, wenn Geld für eine Küche übrig ist, soll es auch Snacks und Co. geben. „Wir nennen es Kulturfabrik“, sagt Müller. Eigentlich sollte es „Atelier“ heißen – „aber das passt nicht zu uns“, finden die Talent-Scouts. In der Kulturfabrik finden bald auch die Castings statt.

Jetzt für das Casting bewerben

Aktuell läuft noch die Bewerbungsphase (Anmeldung unter www.electricvisionscleve.de) für das Casting. Ob Gesang, Tanz, Akrobatik oder Comedy – „wir sind für alles offen“, sagen die Veranstalter. In der Jury sitzen dann auch Fachleute, etwa Tanzlehrer oder ein Vocal Coach und die jeweiligen Gewinner aus den einzelnen Sparten dürfen beim Open Air im Forstgarten auftreten. Zudem werden den Gewinnern auch Management-Verträge angeboten. „Jeder ist beim Casting willkommen – auch Menschen mit Handicap können mitmachen“, ist Müller und Jans wichtig, dass niemand ausgegrenzt wird. Kein Talent wird ausgelacht. Müller: „Für uns ist entscheidend, ob man das Publikum gut unterhält. Auch das ist ein Talent.“

-Anzeige-