XANTEN. Die Patienten, Mitarbeiter und Ordensschwestern freuen sich: Trotz vieler Probleme durch die Pandemie sind die Maßnahmen für eine moderne Zufahrt zum St. Josef Hospital in Xanten vollendet. Und dabei ganz nach Plan verlaufen, wie die Verantwortlichen mitteilen: keine Verlängerung der Dauer, keine höheren Kosten und auch die Umleitung des Verkehrs ver­lief reibungslos. Knapp vier Monate dauerten die Arbeiten durch die Firma Bischop aus Bocholt.

Geschäftsführer Michael Derk­sen kann sich noch gut an das erste Gespräch mit Bürgermeister Thomas Görtz zum Thema erinnern. Beide waren sich einig: zum Krankenhaus sollte nicht mehr länger eine schadhafte Straße führen. Görtz sagte seine Hilfe zu und dann ging alles ziemlich fix, auch der Rat stimmte bald zu. „So eine Dynamik habe ich nicht erwartet. Wir waren hocherfreut“, gesteht Derksen.

Eigentlich plante man anfänglich nur eine Erneuerung der Fahrbahn, schnell nahm man jedoch Abstand davon und wandte sich stattdessen einer längerfristigen Investition zu. Trotz höherer Kosten war das die beste Entscheidung, standen auf die Art doch Fördertöpfe zur Verfügung und die Stadt konnte die Kosten über einen längeren Zeitraum abschreiben. „Wir konnten mehrere gute Dinge verknüpfen und unterm Strich kommt die Stadt damit sogar günstiger weg“, sagt Görtz.Von den Baukosten von rund 400.000 Euro wurden etwa 145.000 Euro bezuschusst.

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Die Maßnahmen

Die Straßendecke des Heeser Wegs von der Kreisstraße (Veener Weg) bis hin zum Krankenhaus erstrahlt nun in neuem Glanz. Anstelle der ursprünglich geplanten oberflächlichen Sanierung entfernten die Handwerker den kompletten Unterbau, um dann einen Vollausbau durchzuführen. „Quasi eine neue Straße“, erklärt Görtz.

Die alte Haltestelle im Wendehammer am Krankenhaus hingegen wurde durch eine neue, barrierefreie Version an der Straße ersetzt. Eine Haltebucht ermöglicht den Rettungsfahreugen eine flüssige Durchfahrt, während der Bus hält.

Auch der Gehweg ist nun neu gepflastert und bietet einen barrierefreien Zugang zur Haltestelle. Der Radweg ist ebenfalls neu. „Da wir einen Grunderwerb tätigen mussten, sind wir dankbar, dass die Landwirte mitgezogen sind“, sagt Bauleiter André Oberfeld. Schön ist auch: Nach der alten Notbeleuchtung weisen die jetzigen energiesparenden LED-Lichter den Fußgängern und Radfahrer den Weg wesentlich besser als zuvor.

Da ein Kanal fehlte, wird der Niederschlag nun über ein einseitiges Gefälle in eine Versickerungsmulde abgeleitet.

Aufbrüche des Bodens fallen in den kommenden Jahren übrigens nicht mehr an: Nach Gesprächen mit den Versorgern wurden zum einen die Freileitungen demontiert und unter die Erde verlegt, zum anderen nutzte man die Gelegenheit, um Leerrohre und neue Infrastruktur – etwa für Glasfaser – zu verlegen. Jetzt fehlen nur noch einige Fahrbahnmarkierungen und die Aussaat von Grassamen, die wetterbedingt verschoben werden mussten.