Robin Bergener im Finale von “Mr. Gay Germany”

Der 30-Jährige aus Elten kämpft am Freitag und Samstag in Köln um den Titel

Robin Bergener
Robin Bergener bei einem der Fotoshootings während des Halbfinales. Foto: TomPe

EMMERICH. Es ist geschafft: Robin Bergener steht im Finale des Wettbewerbs „Mr. Gay Germany“ (die NN berichteten). Der 30-Jährige aus Elten setzte sich im Halbfinale unter zwölf Teilnehmern durch und kämpft nun am kommenden Wochenende, als einer von sieben Finalisten, in Köln um den Titel.

Vor dem Halbfinale hatte sich Bergener noch zurückhaltend geäußert. „Schon daran teilzunehmen, war für mich ein Wahnsinn“, sagt Bergener im Rückblick. „Jetzt unter den letzten Sieben zu stehen, bedeutet mir sehr viel.“ Er habe sich im Verlauf der verschiedenen Aufgaben, die es bewältigen gab, „selbst aus der Komfortzone gepusht“. So hätten ihm vor allem die Fotoshootings aufgrund fehlender Erfahrung einiges an Respekt abgenötigt. „Aber sie haben mir so viel Spaß gemacht und ich habe so viele positive Rückmeldungen bekommen“, freut sich Robin Bergener. Die zweite große Herausforderung war aus seiner Sicht der schriftliche Test zur LGBTQ-Geschichte. „Auch der lief sehr gut, ich wusste alle Antworten.“ An drei Tagen meisterte Bergener die Challenges mit viel Freude – und Bravour. So kam die Nachricht vom Finaleinzug für ihn am Ende doch wenig überraschend.

Nun geht es bereits am kommenden Freitag für ihn in Köln weiter. Dann muss der Eltener, der mittlerweile in Duisburg lebt und als Lehrer an einem Berufskolleg in Krefeld arbeitet, erneut seine Kampagne vorstellen, in der es um toxische Männlichkeit geht. Es folgen unter anderem eine Podiumsdiskussion und eine Fragerunde. Am Samstag stehen weitere Challenges an, darunter ein schriftlicher Test – diesmal in englischer Sprache. Zudem läuft aktuell ein Online-Voting über Facebook, Instagram und Youtube.

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Ergebnisse live auf der “Heavenue” am Samstagabend

Noch am Samstagabend wird das Ergebnis des Finales verkündet, live auf der „Heavenue – The Gay Christmas Market“ an der Schaafenstraße in Köln. Robin Bergener hofft, dass dann am Sonntag für ihn weitere Fotoshootings und Interviews anstehen – denn das würde bedeuten, dass er es unter die ersten Drei geschafft hat. Seine Chancen? „Echt schwierig einzuschätzen. Wir fangen alle wieder bei Null an. Andererseits bin ich selbstsicherer als vor dem Halbfinale. Ich bin zuversichtlich und werde auf jeden Fall beim Bestes geben“, versichert Bergener.

Der Wettbewerb
Unter www.mrgaygermany.de finden sich Informationen und Links zum Wettbewerb „Mr. Gay Germany“. Wer Robin Bergener unterstützen möchte, gibt seinen Beiträgen auf Facebook, Instagram und Youtube ein „Like“ und teilt sie mit @mrgaygermany.

Für den neuen „Mr. Gay Germany“ ist die Reise damit aber noch nicht beendet. Der Sieg ist zugleich das Ticket für den Wettbewerb „Mr. Gay Europe“. Dort könnte Bergener, wenn alles für ihn läuft, in die Fußstapfen von Enrique Doleschy treten: Der Mainzer gewann 2018 den Wettbewerb in Polen. So weit will Bergener vor dem Finale in Köln aber gar nicht denken: „Unter die ersten Drei zu kommen, wäre schon krass. Für den Sieg fehlt mir aktuell die Vorstellungskraft.“